Der neugebildete Pfarrbereich Garlipp/Poritz hat mit dem neuen Jahr eine festangestellte Pfarrerin. Kerstin Marx wurde am Sonntag feierlich in der Kirche zu Kremkau in ihren Dienst eingeführt. Sie übernimmt einen sehr großen Pfarrbereich und wird künftig für 13 Ortschaften (Beesewege, Berkau, Dobberkau, Döllnitz, Garlipp, Hohenwulsch, Karritz, Könnigde, Kremkau, Möllenbeck, Neuendorf am Damm, Poritz, Wartenberg) zuständig sein. "Das ist eine echte Herausforderung", so Marx vor dem Gottesdienst.

Kremkau. "Es wird nicht einfach, alle Ortschaften abzudecken", sagt Marx. "Jeden Sonntag werde ich drei Gottesdienste in verschiedenen Kirchen halten." Da würden viele Orte nur alle drei Wochen eine Sonntagsandacht der Pfarrerin bekommen. Deshalb fallen aber keinesfalls an den anderen Sonntagen die Andachten aus. "Unser Pfarrbereich hat viele ehrenamtliche Helfer, die den Gottesdienst abhalten", so die 35-jährige Pfarrerin.

Superintendent Michael Kleemann, der die Einführung von Kerstin Marx vornahm, würdigte ihren Mut, einen so großen Bereich zu übernehmen. Kleemann drückte seine Erleichterung darüber aus, dass Marx die Stelle besetzen wollte. "Nach den vielen Jahren des Suchens und der großen Sorge um die Zukunft des Pfarrbereiches haben wir nun endlich eine Pfarrerin gefunden."

Kerstin Marx fand ihren Weg in die Altmark eher zufällig. Geboren und aufgewachsen in Ludweiler bei Saarbrücken entstand bei Marx durch einen sehr guten Religionsunterricht im Alter von 17 Jahren die Idee, Theologie zu studieren. Sie absolvierte bis 2004 ihr Studium in Bonn und Saarbrücken und arbeitete anschließend bis 2009 im Saarland als Pfarrerin und Vikarin.

Im Saarland gab es dann keine Stelle mehr für Marx und sie orientierte sich neu. "Eine Bewerbung in der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands hatte Erfolg", erzählt Marx. "Ich bekam eine Stelle in Bismark als Elternzeitvertretung für Pfarrerin Neumann." Vor der Zeit in Bismark sei ihr die Altmark völlig unbekannt gewesen. "Aber ich habe die Altmark lieben gelernt." Vor allem das flache Land, ganz im Gegensatz zur hügeligen Landschaft ihrer saarländischen Heimat, gefalle ihr.

Nach der Vertretungszeit in Bismark wollte Kerstin Marx in der Altmark bleiben und nahm eine Stelle als Vakanzvertretung im Pfarrbereich Klein Schwechten an. "Als dann die Pfarrstelle in Garlipp ausgeschrieben wurde, habe ich mich sofort beworben", erzählt Marx. Im Oktober wurde sie von den Vertretern des Gemeindekirchenrates als Pfarrerin für Garlipp/Poritz bestätigt und übernahm am 1. Januar offiziell das Pfarramt. Superintendent Kleemann sagte am Sonntag, dass sich die Gemeinde einen Neuanfang wünschte. Er hoffe, dass Marx lange ihren Dienst versehen werde und gab ihr die besten Wünsche mit auf den Weg.

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