Der Wildpark hat sich schön gemacht für die erste neue Saison nach der Überflutung im Vorjahr. Rund 50 Helfer waren am Wochenende zum ersten Arbeitseinsatz im Wildpark Weißewarte gekommen. Sie säuberten, fegten, hackten und reparierten an allen Ecken und Enden.

Weißewarte l Nach massiven Flutschäden im vergangenen Jahr hatte es im Wildpark Weißewarte eine beispiellose Wiederaufbau-Welle gegeben. Dass die beliebte Freizeitanlage in nahezu normalem Zustand das Jahresende erreichte, war auch den vielen Helfern zu verdanken. Einige von ihnen kamen auch jetzt, neun Monate später, noch einmal zum Anpacken.

Gemeinsam brachten sie den Wildpark auf Vordermann für eine neue Saison. Und die hat bei den tierischen Bewohnern längst begonnen: Kleine Wollschweine, Ziegen und Schafe tummeln sich, Enten und Emu brüten auf ihren Eiern und viele weitere Junge haben sich angekündigt.

Kräutergarten bis Spielplatz verschönert

Zu denen, die schon nach der Flut regelmäßig zum Helfen kamen, gehören auch Heino, Florian und Beate Schmückert aus Schricke bei Zielitz. Die Familie, auf die sich Wildparkleiterin Annette Friedebold auch bei der Kuchenplanung für ihre Veranstaltungen immer verlassen kann, ist gerne mit dem Nachwuchs im Wildpark zu Gast. Und da verstehe es sich von selbst, dass man auch zum Helfen komme, sagte Florian Schmückert.

Gemeinsam mit Hagen Eichstädt aus Weißewarte reparierten die Männer Tische und Bänke für eine neue Freiluftsaison. Die beginnt schon am kommenden Sonntag, 13. April, um 9 Uhr mit dem großen Flohmarkt. Damit dann auch die kleinen Besucher ihren Spaß haben, wurde auch der Spielplatz am Wochenende hergerichtet. Die Kreuzwippe und das Trampolin wurden instand gesetzt und der ganze Bereich gesäubert. Helfer aus dem DRK-Heim in Kehnert waren - wie in jedem Jahr - mit im Einsatz, ebenso wie die Angler der Weißewarter Ortsgruppe, die sich um den Teich im hinteren Teil der Anlage kümmerten.

Im hinteren Teil der Anlage ist auch der Kräutergarten des Wildparkes zu finden und dort waren fleißige Helfer mit dem Beseitigen von Unkraut beschäftigt. Neue Pflanzen sollen in Kürze angeschafft werde, auch eine Baumschule aus Ferchland wolle noch Bäume sponsern, erzählte Annette Friedebold vor Ort.

Durch die großflächige Überflutung im Rahmen des Elbehochwassers im Juni 2013 war vieles an Pflanzen eingegangen. Dass der Wildpark sich trotzdem - nur wenige Monate später - schon wieder so ansehnlich präsentierte, war auch ein Verdienst der Weißewarterin, die seit etwa zehn Jahren die Geschicke des Parkes leitet und die sowohl die Überflutung 2002 als auch 2013 mit nächtelangen Einsätzen und dem Evakuieren der Tiere, aber auch den Wiederaufbau mitgemacht hat.

Sie sei die "gute Seele" der Anlage oder "ohne sie wäre der Wildpark nur halb so schön", sagte am Sonnabend auch mancher Helfer. Friedebold selbst bedankte sich bei allen Helfern - auch bei Beate Class und Kerstin Schmidt, die für die Stärkung der Helfer sorgten - mit Erbsensuppe und Bockwurst zum Mittag.

 

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