Stendal l Im Dezember vergangenen Jahres, zwei Jahre nach der Grundsteinlegung, konnte der neue Westflügel des Stendaler Domes St. Nikolaus bezogen werden. Vor dem Neubau an der Straße Am Dom stehen vier Monate später aber noch immer die Bauzäune. Passanten müssen die Straßenseite wechseln oder am Zaun entlang auf der Straße gehen. Denn was jetzt noch fehlt, ist der Gehweg - aber wie lange noch?

"Die Planungen sind abgeschlossen, momentan wird der Leistungskatalog erstellt", sagte Detlef Frobel, Vorsitzender des Gemeindekircherates der Stadtgemeinde Stendal, auf Nachfrage. In den nächsten Tagen sollen dann auch die Aufträge vergeben werden, sodass die Arbeiten an dem etwa 60 Meter langen Gehwegstück noch Ende dieses Monats beginnen könnten. Gebaut wird der Gehweg nach dem heutigen Standard mit entsprechendem Unterbau, mit Bordstein und einer Pflasterung mit neuen Steinen.

Wie berichtet, wird der Gehwegbau zu einer Einengung der Straße Am Dom in diesem Bereich führen, denn der neue westliche Kreuzgangflügel wurde auf den Fundamenten des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Vorgängerbaus errichtet und ragt darum, einschließlich des neuen Giebels des Südflügels, in den heutigen Straßenraum hinein. Auch wenn es sich um öffentlichen Verkehrsraum handelt, fallen die Arbeiten am Gehweg als Bestandteil des Westflügelbaus in die Zuständigkeit der Kirchengemeinde.

Aus heutiger Sicht wird der Verlauf des Gehweges neu, auch anders sein. Aus historischer Sicht ist er es aber nicht. "Die Straße wird wieder so breit sein wie früher, auch der Gehweg wird wieder sein wie bis im Jahr 1952", erklärte Detlef Frobel. Die Umsetzung entspricht den Planungen, die mit der Stadt abgestimmt sind. Während der Bauvorbereitung und der Diskussion waren in einer Variante auch zwei Parknischen im Gespräch, die wird es aber nicht geben, sagte der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates.