Zum 19. Mal lud der Stendaler Tiergarten am Sonntag zur großen Ostereiersuche ein. Jung und Alt folgten dieser Einladung. Der Tiergarten zählte während der Ostersuche rund 1600 Besucher.

Stendal l Viele Jäger sind des Hasen Tod, weiß der Volksmund. Vor allem Knirpse jagten am Sonntag im Tiergarten einen Hasen. Doch sie trachteten ihm nicht nach dem Leben, sondern hatten es auf süße Sachen und bunte Eier abgesehen, die der Osterhase im Gepäck hatte.

Im Kostüm von Meister Lampe steckte dabei einmal mehr Claudia Schulze, Tochter der Tiergartenchefin. Sie legte den jüngsten Ostereiersuchern des Tages die Objekte der Begierde unmittelbar vor Augen und Füße und drückte manchen Steppke die Überraschung direkt in die kleinen Hände. "Wir möchten natürlich, dass auch die Jüngsten mit einer Kleinigkeit nach Hause gehen", erklärte Frau Osterhase.

Taylor steht mehr auf Tiere als auf Eiersuche

Im Wettlauf mit den größeren Kindern und auch einigen Erwachsenen, die pünktlich um 9.30 Uhr auf die Suche geschickt wurden, hätten sie nämlich keine Chance gehabt, einen der 300 Schoko-Hasen oder eines der 200 Ostereier und schon gar nicht eines der knapp 30 Glückseier zu ergattern. Diese Glückseier waren besondern begehrt, enthielten sie doch Eintrittskarten für den Tiergarten und Gutscheine.

Dennoch wurde Tiergartenchefin Anne-Katrin Schulze, die mit ihrem Team und Unterstützung des Fördervereins die Veranstaltung organisierte, bei ihrer Nachkontrolle kurz nach 10 Uhr noch fündig. Die Suchtruppe hatte im Bereich des sogenannten grünen Klassenzimmers ausgerechnet ein Glücksei übersehen. "Ein kleines Kind stand mit seinen Eltern in der Nähe und durfte sich letztlich über den Fund freuen", so die Tiergartenleiterin.

Aber auch ohne Glücksei verlebten viele Familien einen netten Tag im Tiergarten, zumal die Abc-Show aus Neuruppin auf der Bühne ein einstündiges Osterprogramm zeigte. "Unseren Taylor interessieren die Tiere viel mehr, als die Suche", berichtete Andy Czichny aus Stendal, der den Zweijährigen auf der Schulter trug.

Iris Strauch aus Rindtorf, die mit ihrer anderthalbjährigen Enkelin Zoey im Tiergarten war, lobte: "Super!" Schmunzelnd merkte sie an, es sei eine schöne Sache, dass Zoey ein Ei gefunden habe, aber noch besser sei, dass sie nun mal einen Osterhasen zu Gesicht bekommen konnte, der ja sonst seine Arbeit im Verborgenen tut.

Kein Wunder also, dass sich am Sonntag im Tiergarten viele Knirpse an die Hacken des Osterhasen hefteten.

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