Stendal l Seit rund fünf Jahren klafft gegenüber dem Theater der Altmark an der Karlstraße eine Baulücke. Die maroden und schon seit Längerem leerstehenden Gebäude wurden von der Stadt, nachdem sie die Grundstücke 2009 gekauft hatte, abgerissen. Im Sommer 2010 wurde dort ein Aufsteller platziert, den Designer Rüdiger Laleike entworfen hatte, und mit dem neue Kauf-Interessenten angesprochen werden sollten. Zur Einweihung erschien auch Planungsamtsleiter Axel Achilles. Doch drei Jahre lang passierte nichts. Im vergangenen Dezember wurden die Plakate wegen des drohenden Sturmtiefs Xaver entfernt.

In seiner Wochenendkolumne in der Volksstimme forderte Theater-Intendant Alexander Netschajew, erneut über einen Parkplatz an dieser Stelle nachzudenken. Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) soll Netschajews Vorgänger Dirk Löschner soll versprochen haben, auf dem Gelände einen Parkplatz zu errichten, falls sich kein Investor findet. Stadtsprecher Klaus Ortmann bestreitet auf Volksstimme-Nachfrage eine solche Zusage, sieht den Verkauf aber auch nicht als gescheitert an. "Es gibt zu der Liegenschaft regelmäßig Anfragen und auch ein konkretes Investitionsvorhaben", sagte er. Hierzu laufen derzeit die Berechnungen beim Antragsteller.

Die Parkplatzvariante werde allerdings schon seit dem Abriss der vormaligen Bebauung vom Theater gefordert und in der Verwaltung diskutiert. Seit Längerem würden alternative Möglichkeiten einer Nutzung in die Überlegungen einbezogen. Ganz vorn dabei, falls es zu keiner Wiederbebauung dieser innerstädtischen Brache kommen sollte, sei die Errichtung eines Parkplatzes.

Falls bis Ende des Jahres keine Vermarktung des Grundstückes mit sicherer Perspektive einer Wiederbebauung gelingt, werde 2015 mit der Planung eines Parkplatzes begonnen und bei gesicherter Finanzierung und dem entsprechenden Votum des Stadtrates ein Parkplatz errichtet werden. Auf dem Areal könnten rund 45 Stellplätze entstehen. Eine Kostenschätzung ist laut Ortmann noch nicht möglich.