Affe, Fuchs, Kamel erhalten am 4. Mai Besuch im großen Stil. An diesem Tag feiert Stendal das 30. Tiergartenfest.

Stendal l Am vergangenen Sonntag strömten Hunderte in den Stendaler Tiergarten, um Osterüberraschungen zu finden, aber auch um bei Aprilwetter der besseren Art einen erholsamen Feiertag zu genießen. Am ersten Maisonntag stellen sich Tiergartenleiterin Anne-Katrin Schulze und ihr Team auf einen weiteren Besucheransturm ein - am 4. Mai steigt das 30. Tiergartenfest. Es findet von 14 bis 17 Uhr statt.

"Wir möchten nicht nur vielen Menschen unsere Tiere präsentieren, sondern ihnen einen perfekten Tag bieten", sagt Schulze und fügt an: " Vor allem Familien." Unter diesem Aspekt wurde auch das Programm zusammengestellt, das der Unterhaltungskünstler Friedo Berg aus dem altmärkischen Vienau moderiert.

350 Tiere leben in der Einrichtung

Weitere Akteure des Bühnenprogramms kommen ebenfalls aus der Region. So die "Singende Klofrau", hinter der sich Katha Wentzlau aus Heeren verbirgt, und Tanzgruppen aus Stendal. Zudem versprechen die Hundeschule Behring tierisches Vergnügen und die Hexe Baba Jaga eine spannende Märchenstunde.

Unterhaltung gibt es aber längst nicht nur auf der Bühne. "Die Spinnfrauen aus Bismark zeigen ihr Können, der Nabu unterbreitet Angebote, wir haben ein Glückrad, es gibt Kinderschminken", nennt Schulze einige Beispiele. Auch die Kreisverkehrswacht bringt sich auf der Festmeile ein, baut dort einen Parcours auf.

Und dann sind da ja noch die Bewohner des Tiergartens. Rund 350 Tiere von 59 Arten sind dort gegenwärtig zu Hause. Einige der jüngsten sollen während des Festes getauft werden. Noch sei offen, welche Tiere in dieser Festrunde ihren Namen erhalten, so die Tiergartenchefin.

Totenkopfäffchen kommt nicht auf die Bühne

Sie begründet: "Die Tiere sind in diesem Jahr zumeist recht früh geboren. Bei den Totenkopfäffchen haben wir zwar gerade erst Nachwuchs bekommen, aber das Kleine können wir noch nicht auf die Bühne bringen. Das wäre zu gefährlich für das Junge, und die Mutter könnte die Aufregung ebensowenig vertragen." Ein kleines Lama, vielleicht ein Kaschmir-Zicklein könnte stattdessen die Taufe erhalten.

Der Tiergarten, der im Mai 1952 wieder eröffnet worden war, ist seit jeher Anziehungspunkt für Jung und Alt, auch wenn im Vorjahr lediglich 63000 Besucher registriert wurden. 1956 - so erzählt es die Chronik - kamen 98000 Gäste. Groß ist der Ansturm stets beim Tiergartenfest. "So um die 1000 Besucher kamen in den vergangenen Jahren", berichtet Schulze.

Der Eintrittspreis zum Tiergartenfest beträgt 3,50 Euro, für Kinder sind es zwei Euro

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