Mit Fördermitteln will die private Kita in Bindfelde den Krippenbereich ausbauen. Das Geld kommt aus dem Kita-Investitionsprogramm des Landes, die Stadt gibt einen Zuschuss, der den erforderlichen Eigenanteil so gut wie abdeckt.

Bindfelde. Wenn der Winter vorbei ist, rücken die Bagger an. Auf dem Gelände der "Kita auf dem Bauernhof" in Bindfelde soll ab Frühjahr gebaut werden. Der Krippenbereich im Erdgeschoss wird mit Hilfe von Mitteln aus dem Kita-Investitionsprogramm des Landes Sachsen-Anhalt saniert und ausgebaut.

Vor 14 Jahren wurde die privat geführte Kita, in Trägerschaft der Schulz Völz gGmbH, eröffnet. "Der Zahn der Zeit nagt am Gebäude", sagt Ale-xandra Keune, Erzieherin und Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit. Vor allem der Sanitärbereich habe eine umfassende Erneuerung dringend nötig. Aber auch die Schlafräume würden der gewachsenen Kinderzahl nicht mehr gerecht.

Die Pläne für die Sanierung existieren nicht erst seit gestern. Schon 2007 hatte die Kita sich an der Ausschreibung beteiligt, 2008 gab es einen Vorbescheid. "Seither fragen die Eltern immer wieder, ob denn nun wirklich noch gebaut wird", sagt Alexandra Keune. Im November vorigen Jahres dann gab es die endgültige Zusage über die Förderung, die Baugenehmigung liege auch vor.

Seit der Eröffnung im April 1997, als die Kita mit drei Kindern an den Start ging, musste immer wieder nachgebessert werden, um der steigenden Kinderzahl gerecht zu werden. Für 75 Kinder (Kindergarten und Krippe) ist Platz in der Bindfelder Einrichtung, 65 sind es derzeit, davon 30 Krippenkinder.

Mit den Bauarbeiten soll es losgehen, sobald das Wetter es zulässt. Innerhalb von zehn Monaten soll dann alles bei laufendem Betrieb erledigt werden. Zuerst werde, auf der Gartenseite an das Kita-Gebäude anschließend, ein Neubau errichtet, der einen sogenannten Bewegungsraum für Sportaktivitäten beherbergt. Dort sollen dann während der weiteren Arbeiten die Kinder vorübergehend untergebracht werden, wenn der zentrale Eingang für den Krippenbereich gebaut und der Sanitärbereich erneuert wird.

Über dem Bewegungsraum werde schließlich ein "Elternportal" errichtet, ein Raum für Gespräche und Elternarbeit, erklärt Alexandra Keune. Außerdem wird künftig ein Essensaufzug zwischen Erdgeschoss und erster Etage fahren.

Die Kosten für Bau und Ausstattung werden aus dem Kita-Investitionsprogramm Sachsen-Anhalts gefördert, was sich wiederum aus Mitteln von EU, Bund und Land speist. Damit werden rund 754 000 Euro gesichert. Die Stadt Stendal schießt 125 000 Euro dazu, womit für den Träger nur noch ein relativ geringer Eigenanteil von etwa 10 000 Euro bleibt.