Zu den Verfehlungen bei der Kreissparkasse unter der Regie von Dieter Burmeister gibt es viele Fragen - und inzwischen auch ein paar Antworten. Die neueste Erkenntnis: Das System funktionierte nicht erst ab 2010, sondern bereits ab 2007. Und kaum jemand wird überrascht sein, wenn bei einer nächsten Prüfung in den Jahren davor Ähnliches zu Tage tritt.

Verwaltungsrat und Kreispolitik sollten daher im Sinne der versprochenen Transparenz die Weichen dafür stellen, dass weitere Jahre überprüft werden. Dann und im Rahmen der Ermittlungen und Gerichtsverfahren dürfte ans Tageslicht kommen, wann und warum diese Verfehlungen begonnen haben, welches Ausmaß sie insgesamt erreicht haben und wer letztlich davon profitiert hat - zu Lasten der Sparkasse und ihrer Kunden.

Viele offene Fragen wollten die Kreispolitiker auf der für heute extra anberaumten Sondersitzung stellen und beantwortet wissen - auch um vor der Kommunalwahl der Wählerschaft mit klaren Antworten begegnen zu können. Allerdings macht dies die Tagesordnung des Kreistags praktisch unmöglich, denn der Bericht und die Aussprache über den zweiten Prüfbericht sind lediglich im nichtöffentlichen Teil anberaumt. Transparenz sieht jedenfalls anders aus.