Die Kaschade-Stiftung empfängt Christin Lutze als zweite Künstlerstipendiatin in Stendal. Die Berlinerin setzte sich gegen 76 Bewerber durch und wird sechs Wochen in der Hansestadt verbringen.

Stendal l "Ich bin eine leidenschaftliche Radlerin", gibt die neue Künstlerstipendiatin, Christin Lutze (39) auf der Pressekonferenz in der Kaschade-Stiftung von sich Preis. Yoga gehöre ebenfalls zu ihren Hobbys. Am Mittwoch wurde die Berliner Künstlerin als Nachfolgerin von Stephanie Abben vorgestellt, die 2013 das erste Stipendium erhalten hatte. Schirmherr Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU), Tilman Tögel (SPD), Vorsitzender der Kaschade-Stiftung, sowie Hans-Jürgen Kaschade, Geschäftsführer der Stiftung, Vertreter der Künstlergruppe Altmark und Andreas Drimer von der Stendaler Volksbank hießen die Künstlerin in der Hansestadt willkommen. Unterstützt wird das Projekt von der Volksbank und der Firma Zorn Instruments.

Ein Werk soll der Stadt erhalten bleiben

Lutze wird vom 11. August bis zum 19. September für sechs Wochen im Kaschadehaus wohnen und Werke über Stendal anfertigen. In diesem Jahr soll ein Werk der Stipendiatin in Stendal bleiben, erzählt Tilman Tögel. Im vorigen Jahr nahm die Stipendiatin alle Werke wieder mit. Das sei dieses Jahr anders geregelt, erzählt Tögel.

"Die Menschen sollen einen neuen Blick auf ihre Heimat bekommen", sagt Tögel. "Wir wollen die Altmark und den Standort Stendal stärken und bekannter machen", fügte Kaschade hinzu.

Begeistert von Ruinen und leeren Fabriken

"Ich spanne einen Bogen zwischen Wirklichkeit und Utopie, " beschreibt die Malerin ihre Kunst. "Ihre Werke haben die Jury durch das Gefühl von Farbigkeit überzeugt", sagt Tögel. Lutze wurde von insgesamt 76 Bewerbern ausgewählt.