Stendal (vl) l 472 Kilometer umfasst das Kreisstraßennetz im Landkreis Stendal. Damit liegt er in Sachsen-Anhalt an dritter Stelle hinter dem Bördekreis (591 km) und dem Altmarkkreis Salzwedel (513 km). In der zu Ende gehenden Legislaturperiode, also seit 2009, wurden 9,2 Millionen Euro in die Kreisstraßen investiert. "7,7 Millionen Euro davon waren Fördermittel. Das zeigt, wie stark wir von diesen Geldern abhängig sind", machte Denis Gruber (SPD) während der Tagung des Bau- und Verkehrsausschusses am Mittwoch deutlich.

Der 1. Beigeordnete erinnerte in Wort und Bild an einige Baumaßnahmen in den vergangenen fünf Jahren. Dazu zählten die Ortsdurchfahrten in Staffelde im Jahr 2009, Schönwalde (2010) und Klietz (2012), die Strecke zwischen Berge und Behrendorf (2009) sowie die Brücke über den Aland bei Wahrenberg (2009 bis 2011).

Brücken gehören derzeit zu den größten Vorhaben - so die Flussquerungen über den Tauben Aland bei Falkenberg, die voraussichtlich in diesem Monat fertiggestellt wird, und bei Wendemark, deren Umsetzung laut den Planungen im Oktober dieses Jahres beginnen und bis Mai 2016 umgesetzt werden soll.

22 Vorhaben resultieren aus Hochwasserschäden

Die Hochwasserkatastrophe vom vergangenen Juni sorgt für einen erhöhten Sanierungsaufwand. 22 Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 16,5 Millionen Euro, die aus Flut- bzw. Folgeschäden resultieren, hat der Kreis Stendal beim Land angemeldet. Für einige wurden die Mittel bereits bewilligt. So sollen in diesem Jahr unter anderem Abschnitte zwischen der B 188 und Kabelitz, bei Damerow und bei Vehlgast in Angriff genommen werden.

Die Ortsdurchfahrt Kabelitz muss dagegen vermutlich bis zum kommenden Jahr warten, weil das Land in diesem Bereich erst die B 107 angehen will.