In vielen Gartenanlagen hat die Flut im vergangenen Jahr Verwüstungen angerichtet. Viele Spenden und noch mehr Fleiß später präsentieren sich diese am Sonntag wieder von ihrer schönen Seite.

Schönfeld l In gut einem Dutzend verschiedenen Farben blühen im Garten von Sven Bünger und Dirk Boldt in Schönfeld/Elbe zurzeit die Rhododendren. 160 Pflanzen wurden Ende März rings um das große Grundstück nahe der Kirche gepflanzt. An diesem Sonntag, 18. Mai, wenn sich in der Region zum ersten Mal wieder private Gärten öffnen, sind Besucher herzlich eingeladen, sich vom Fortschritt in dem Garten ein Bild zu machen. Denn nach der Flut im Juni vergangenen Jahres sah es dort sehr trostlos aus.

Alle Rhododendren in dem einstigen Vorzeigegarten fielen dem Deichbruchwasser zum Opfer. Ebenso viele andere Blumen, Stauden, Sträucher und Bäume.

Die Schadenssumme beläuft sich auf 86000 Euro. Das Geld ist bei der Investitionsbank beantragt, erzählt Sven Bünger. Die Bearbeitung läuft noch.

Bislang hat der 31-jährige Gartengestalter und -pfleger noch keinen Cent erstattet bekommen. Die Rhododendron-Büsche konnte er zur Hälfte mit der 2000-Euro-Spende vom Rotary Club Havelberg finanzieren.

Durch viele Spenden wieder schöne Gärten

Auch andere Spenden machen die Wiederherstellung des Gartens möglich, viel muss vorfinanziert werden. Im 3000 Quadratmeter großen Garten in der Dorfstraße 44 sind Teichbauer in den vergangenen Tagen aktiv gewesen. Der Naturschwimmteich soll bis zum Sonntag, wenn sich die "Gartenlandschaft Altmark" des Tourismusverbandes wieder öffnet, bepflanzt sein. Auch die Blumenkübel sollen dann an ihren Plätzen stehen und weitere Pflanzen in der Erde sein. Die Stauden, die Bürger den beiden Schönfeldern gespendet haben, sind bereits gepflanzt. "Wir bedanken uns bei allen, die uns mit Spenden geholfen haben", ist Sven Bünger froh über die Unterstützung.

Nach Rhododendren, Tulpenbaum, Magnolien, Affenbaum, Buchsbäumen und den zahlreichen Stauden, die gleich nach der Flut kaputt gegangen sind, mussten noch weitere Verluste hingenommen werden. Nordmanntanne und Mammutbaum starben zum Beispiel ebenfalls ab.

Am Sonntag gibt es viel zu Staunen

Dass sich das große Areal, mit dem sich die beiden jungen Männer seit 2007 an der "Gartenlandschaft Altmark" beteiligen, bald wieder zum Vorzeigegarten entwickeln wird, ist schon gut zu erkennen. Doch es gibt noch viel zu tun. Fast 300 Tonnen Erde wurden bereits ausgebracht, 40 Kubikmeter Rindenmulch verteilt. Bis Sonntag soll ein Rundweg möglich sein.

Neu ist ein Blockwohnhaus mit Terrasse, das die Besucher ausprobieren können. Wie immer gibt es von 10 bis 18 Uhr wieder einen Pflanzenverkauf. Und wenn die Fotos vom vergangenen Jahr gezeigt werden, können sich die Gäste ein Bild von den Ausmaßen der Flut und der Zerstörung machen und mit Blick in den Garten feststellen, dass dort schon ordentlich was geschafft wurde.

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