Stendal (bb) l Nachdem der Netto-Markt in Stendal am Nachtigalplatz vor kurzem eröffnet wurde, gab es mittlerweile auch eine Überprüfung zur Umsetzung des Arten- und Umweltschutzes bei dem Neubau. Die Stadt hat zusammen mit dem Umweltamt des Landkreises am 9. Mai eine Abnahme der Auflagen vorgenommen, teilte Stadtsprecher Klaus Ortmann auf Nachfrage der Volksstimme mit.

55 Bäume wurden angepflanzt

Ein Teil der hitzig geführten Diskussion um den Bau des Discounter-Marktes bezog sich auf das Fällen von 30 Bäumen und der Beseitigung eines grünen Kleinods auf dem Grundstück. Zahlreiche Vogel- und Fledermausarten hatten dort ihren Rückszugsort. "Alle Ausgleichsmaßnahmen, die Bäume betreffen, wurden bereits umgesetzt", sagte Ortmann. Es gebe nur noch wenige Restarbeiten zu erledigen, so der Pressesprecher. Ersatzpflanzungen sind erfolgt in der Arneburger Straße (30 Plantanen), auf einer Fläche in Stadtsee III hinter dem Jugendclub Zenit (14 Weißdorn) sowie auf der Netto-Marktfläche (sieben Stieleichen und vier Ahorn).

Was die Auflage hinsichtlich der Nistkästen für Vögel und Fledermäuse angeht, so sei diese am Netto-Markt mittlerweile erfolgt. Nach einem Artenschutzgutachten, das zur Grundlage der Baugenehmigung diente, sind insgesamt 52Kästen anzubringen. 30 davon direkt am Neubau des Netto-Marktes.

Einige Nistkästen müssen noch aufgehängt werden

Weitere Nistkästen werden im Ostpark und auf dem Friedhof in Stendal angebracht. Die endgültige Zahl werde noch mitgeteilt, erklärte dazu Klaus Ortmann.

Die Zufahrt von der Magdeburger Straße auf das Gelände des Netto-Marktes ist unterdessen vom Tiefbauamt und Landesstraßenbaubehörde abgenommen worden, wie Ortmann auf Nachfrage mitteilte. Sie entspreche der genehmigten Zufahrt. Allerdings wurde am Sonnabend ein Teil der Auffahrt wieder aufgerissen und noch einmal neu gepflastert.