Die ersten Tage in ihrem neuen Kindergarten waren für die Kinder der Tangerhütter Einrichtung "Anne Frank" äußerst spannend. Es gibt neue Räume, viele neue Spielsachen und vor allem viel mehr Platz als im Übergangsquartier der Tagesstätte "Friedrich Fröbel", wo sie mehr als ein Jahr lang untergebracht waren.

Tangerhütte. Richtig bunt ist sie geworden, die Tagesstätte "Anne Frank". Tolle Farben von innen und außen, das gefällt den derzeit 125 Kindern prima. Und auch wenn der Umzug nach der offiziellen Übergabe vor einer Woche mit kleinen Umstellungen verbunden war: Es haben sich alle bestens eingewöhnt.

Viel mehr Platz zum Schneiden und Basteln, das mögen die Kinder der jüngern Gruppe von Simone Maibaum und Edith Bischoff ganz besonders an ihrem neuen Gruppenraum. Drei und vier Jahre alt sind sie und sie haben gar keine Erinnerung mehr an die "Anne Frank" vor dem Umbau, denn zu dieser Zeit waren sie noch Krippenkinder.

Jetzt gehören sie zu den Großen und sind ganz beeindruckt von ihrem neuen Domizil. "Wir haben jetzt so ein tolles Bad", sagt die kleine Selma und führt mit ihren Spielkameraden gemeinsam die nagelneuen Toilettenräume vor.

Zu den Glanzpunkten der neuen Einrichtung, die vor allem energetisch saniert und modernisiert, in diesem Zusammenhang aber auch richtig schick gemacht wurde, gehört zweifelsohne der Kreativ- und Experimentierraum. Dort konnte auch dank Unterstützung des Tangerhütter Apothekers Michael Nagler eine umfangreiche Ausstattung zum Experimentieren und Ausprobieren geschaffen werden.

"Wir haben aber auch alle anderen Spenden gesammelt, bis wir wieder in unserem Kindergarten sind - für neue Spielsachen und die vielen Kleinig- keiten.", sagt Einrichtungs- leiterin Evelyn Rösch.

Die Abc-Kinder, die normalerweise von Bettina Gruber und Christine Kriesel betreut werden, erlebten jetzt, gemeinsam mit Erzieher Phillip Hanke und Praktikantin Katharina Hahn ihre ersten Experimente in dem neuen Raum.

Mit Backpulver und einem Reinigungsmittel erzeugte Phillip Hanke in einer Flasche eine zischende Verbindung, die den obenauf befestigten Ballon aufblies. Staunend beschrieben die Kinder ihre Beobachtungen und auch beim anschließenden Experiment mit warmem und kalten Wasser ließ die Aufmerksamkeit nicht nach.

Eine Lärmampel, eine Wetterstation und viele weitere Experimentierangebote gehören zur Ausstattung, mit der die Kinder in Zukunft viel erleben und lernen werden.

Doch auch der große Sport- raum und ein Sprachraum mit Bibliothek steht den Kindern im neuen, alten Haus zur Verfügung. Zwar stehen im Außenbereich noch Restarbeiten an, aber die Kinder haben ihre "Anne Frank" längst erobert.

Weil es aber auch von vielen ehemaligen Kindern, Eltern oder Großeltern, die einst diesen Kindergarten besuchten, Anfragen gab, das sanierte Haus einmal zu besichtigen, soll es im März einen Tag der offenen Tür für alle geben.

"Wir machen den Zeitpunkt vom Wetter abhängig", erklärt Evelyn Rösch. Dann soll es Führungen durch die Räume geben, verbunden mit einem kleinen Fest.

Bis dahin werden auch die ersten Geschenke zur Einweihung des neuen, alten Kindergartens einen Ehrenplatz bekommen haben. Der große Keramik-Schlüssel des Architekten Dr. Hans-Joachim Richter oder die Glückstafel der Schornsteinfegerinnung und der Besen des ehemaligen Bezirksschornsteinfegers Siegfried Pianka sollen dann zu sehen sein. Und noch ein Geschenk soll einen Ehrenplatz in der "Anne Frank" bekommen: Die Kinderkrippe "Friedrich Fröbel" hatte einen Gutschein für ein Obstbäumchen geschenkt und das soll gepflanzt werden sobald es das Wetter zulässt.

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