Dank der Gemeindegebietsreform ist die Einwohnerzahl der Stadt Tangermünde im Jahre 2010 um 1640 Menschen angewachsen. Denn seit einem Jahr gehören die Bewohner der Ortsteile mit zur Stadt. Doch insgesamt gibt es keinen Aufwärtstrend. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Tangermünder um 69.

Tangermünde. Waren es in den Vorjahren stets mehr als 100 Männer, Frauen und Kinder, die der Kaiserstadt verloren gingen, so ist dieser schnelle Abwärtstrend gestoppt. So scheint es zumindest, wenn man die Zahlen von 2009 und 2010 betrachtet. Sank die Tangermünder Einwohnerzahl von Anfang bis Ende 2009 um 53, so waren es im Jahre 2010 62 Menschen, die der Stadt den Rücken kehrten.

Mit Stand vom 31. Dezember 2010 lebten direkt in der Stadt 9211 Menschen – 4478 Männer und 4795 Frauen. 62 Kinder wurden geboren, 154 Menschen starben, 413 zogen in eine andere Stadt, 443 wählten die Kaiserstadt als ihr neues Zuhause.

In Bölsdorf ging die Zahl der Einwohner um zwei zurück. Vier waren in den Ort gezogen, fünf hatten ihn verlassen. Außerdem war im vergangenen Jahr ein Bölsdorfer verstorben. Keine Veränderungen hatte es für den Bölsdorfer Ortsteil Köckte gegeben. Ein kleiner Köckter wurde geboren, einer verstarb, sechs waren verzogen, sechs kamen hierher.

Buch verliert zehn Einwohner

Den größten Einwohnerschwund innerhalb des neuen Gebildes der Stadt Tangermünde hatte Buch zu verzeichnen. Hier lebten mit Stand vom 31. Dezember zehn Männer, Frauen und Kinder weniger. 21 Bucher hatten den Ort verlassen, 13 Menschen sich hier angemeldet. Drei Sterbefällen stand lediglich eine Geburt gegenüber. Im Vorjahreszeitraum hatte Buch noch mehr, nämlich insgesamt 16 Einwohner verloren.

Die positivste Einwohnerentwicklung weisen für 2010 die Ortsteile Grobleben und Storkau auf. In beiden Dörfern leben heute sechs Menschen mehr. In Grobleben waren sie hinzugezogen. In Storkau gab es zwei Geburten und ebenfalls eine Vielzahl von Zuzügen. Einen Aufwärtstrend gab es ebenfalls in Storkaus Ortsteil Billberge. Hier stieg die Einwohnerzahl um zwei. Fünf Menschen hatten das Dorf an der Elbe verlassen, sieben waren hierher gekommen.

Die meisten kleinen Erdenbürger wurden 2010 in Hämerten begrüßt. Vier Jungen und drei Mädchen waren hier geboren worden. Insgesamt schwand die Zahl der Hämertener jedoch um einen Einwohner im Vergleich zum Vorjahr.

Langensalzwedel ist um einen Bürger reicher als Ende 2009. Grund dafür sind wesentlich mehr Zuzüge als Wegzüge.

Viel Bewegung herrschte 2010 in Miltern. 30 Menschen kehrten dem Ort den Rücken, 20 zogen hierher. Zwei Mädchen und ein Junge wurden geboren, zwei Milterner starben. Letztendlich bedeutete das für den Tangermünder Ortsteil ein Einwohnerminus von neun Bürgern.

Männer haben fast überall die Mehrheit

Im Übrigen haben in fast allen Ortsteilen der Stadt Tangermünde die Männer die Mehrheit. In Billberge leben acht Männer (7 Frauen), in Buch 190 (171), in Köckte 45 (39), in Langensalzwedel 94 (86), in Miltern 198 (179) und in Storkau 65 (57). In Bölsdorf gibt es sowohl 94 Männer als auch 94 Frauen. Mehr Frauen zählen Hämerten mit 104 gegenüber 102 Männern und Grobleben mit 55 zu 52.