Die Tage des im Tangermünder Hafen liegenden rostigen Schiffes sind gezählt. Noch bis Ende Juni hat der Eigentümer des Schiffsrohbaus, Friedrich Waha, die Genehmigung, den Kahn hier liegen zu lassen. Dann soll er nach Volksstimme-Informationen verschrottet werden.

Tangermünde l Immer mal wieder gab es in der Vergangenheit in städtischen Ausschüssen die Frage, wann denn der "rostige Kahn im Hafen" weggebracht werde. Er würde das Stadtbild verschandeln, der Kulisse der Stadt und dem Blick auf die Elbauen nicht guttun, für die Touristen störend sein. Eine Antwort darauf gab es nicht.

Seit mehreren Jahren liegt der Rohbau im Hafen. Viel Aufwand hatte es unter anderem die Ruderer gekostet, das Schiff für eine Regatta aus dem Hafen zu bringen, um Platz für die Wettkämpfe zu schaffen. Vor einem Jahr musste er von der Deich- auf die Stadtseite verlegt werden, um bei Hochwasser an den höheren Dalben befestigt werden zu können.

Das rostige Element war einst von Hamburg über die Elbe nach Tangermünde gekommen. Nach Volksstimme-Informationen sollte es hier zu einem Ausstellungsschiff ausgebaut werden.

Eigentümer ist Friedrich Waha, der eine gleichnamige Reederei mit Sitz in Duisburg leitet. Weder über die Geschichte noch die Zukunft des in Tangermünde liegenden Rohbaus war er am Telefon bereit, Auskunft zu geben. "Zu viel Unwahres" sei berichtet worden, sagte er, war aber auch nicht bereit, seine Pläne zu verraten.

Nach Auskunft von Kati Erlecke, Leiterin der Tangermünder Außenstelle des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Magdeburg, habe Waha noch bis Ende Juni die Genehmigung, mit dem Schiff im Schutzhafen zu liegen. "Wir können hoffen, dass es nun wegkommt", sagte sie. Vom Wasserstand der Elbe werde es abhängig sein, wann das Schiff diesen Standort verlasse. Auch wenn Friedrich Waha selbst nichts zur Zukunft des Rohbaus sagen wollte, so liegen Volksstimme Informationen vor, nach denen der Stahlkörper verschrottet werden soll.