"Stendals Kultur und die Studenten - wie kommen beide besser zusammen?" Zu dieser Frage hatten Daniela Frankenberg, Vorsitzende des Theaterförderverein, und Marc Rath, Regionalleiter der Volksstimme, am Montagabend eingeladen. Und: Ja, es waren auch Studenten gekommen. Immerhin vier an der Zahl.

Stendal l Gleich zu Beginn wurden sie wiederholt gefragt: "Wo seid ihr, die Studenten, bei all den kulturellen Angeboten der Stadt?" Markus Jürisch vom Studierendenverein konterte humorvoll: "Wo sind die Stendaler Nicht-Studierenden? Die fehlen mir manchmal bei unseren Veranstaltungen!" Einmal mehr zeigte sich in der Gesprächsrunde, wie schwierig es ist, Stendaler Bürger in großer Zahl zu mobilisieren. Das geht den aktiven Mitgliedern des Studierendenvereins nicht anders als den übrigen Kulturschaffenden.

Werbung wird durchaus genug gemacht: Es gibt Handzettel, Plakate und auf diversen Internetseiten Hinweise. So bietet zum Beispiel auch der Landkreis einen Veranstaltungskalender an. Bei den jungen Menschen an der Hochschule funktioniert Vernetzung meistens elektronisch über die sozialen Netzwerke Facebook oder WhatsApp. Informationen in gedruckter Form hingegen werden kaum wahrgenommen. Die Pinnwände in der Fachhochschule biegen sich unter ihrer Last - vielleicht wird hier der Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen.

Alle Besucher des Kultursalons waren sich einig, dass man weiterhin - auf welchen Wegen auch immer - versuchen muss, kulturelle Begegnungsstätten für alle Generationen zu schaffen. Schön wäre es zum Beispiel, meinte Rüdiger Hell vom Städtepartnerschaftsverein, wenn nach einem Theaterbesuch die Möglichkeit bestünde, gemütlich und bei mehr als nur Wiener Würstchen zusammenzusitzen und ins Gespräch zu kommen. Da konnten viele nur zustimmen.

Die Studenten würden auch sehr gern einmal Premierenfeiern mitgestalten und sich so ins Kulturleben der Stadt aktiv einbringen. Die Studenten dankten für die Einladung. Markus Jürisch: "Schön zu hören, dass wir erwünscht sind."

@066n TwitterCo.:Den Kultursalon organisieren der Theaterförderverein und die Volksstimme. Wer in den Verteiler aufgenommen werden will, schicke eine Mail an stendaler.kulursalon@gmail.com.