Der Goldene-Laus-Verein feierte Ende Mai sein zehnjähriges Bestehen. Der Heimatverein setzte sich nachhaltig für die Erhaltung des Bismarker Wahrzeichens ein. Die nächsten Ideen stehen vor ihrer Umsetzung.

Bismark l "In den vergangenen zehn Jahren haben wir etwa 150 000 Euro für die Goldene Laus eingesetzt", sagt Ruth Rothe mit Blick auf das zehnjährige Vereinsbestehen. "Wir sammeln aber auch weiterhin Spenden für die Erhaltung der Laus." Bei Letzterem spielt die Vereinsvorsitzende auf die Änderung des Vereinsnamens an. 2010 wurde aus dem Förderverein zur Erhaltung der Goldenen Laus der Heimatverein Goldene Laus. Man setzt sich aber immer noch für die Erhaltung des Bismarker Wahrzeichens ein.

Im Rahmen des zehnjährigen Bestehens des Goldene-Laus-Vereins, wie er in der Stadt genannt wird, gab es kürzlich eine feierliche Mitgliederversammlung im "Weißen Schwan" von Bismark. Hier wurde mit Lichtbildern auf das Jahrzehnt des Vereins zurückgeblickt. Wegen der Wahlen wurde nicht direkt am Gründungstag gefeiert.

Am 24. Mai 2004 hatte sich der Förderverein zur Erhaltung der Goldenen Laus gegründet. Erster Vorsitzender war Heinz-Werner Pfister (aktuell Stellvertreter). Seit 2006 steht Ruth Rothe (bis heute) dem Verein vor. Im Jahr 2005 begann eine umfassende Innen- und Außen-Sanierung des Turmes einschließlich der Dacherneuerung. Der Verein schaffte es, das öffentliche Interesse für das altehrwürdige Bauwerk zu wecken und es zu einem attraktiven Bestandteil des heimatlichen Kulturlebens zu machen.

Im Zuge der Bauarbeiten entstanden im Turm auch Vogel-Volieren und Nisthilfen. Für diese Aktivität wurde der Goldene-Laus-Verein vom Naturschutzbund mit der Plakette "Lebensraum Kirchturm" ausgezeichnet. Zudem gestaltete Heinz-Werner Pfister bildhauerisch aus Porenbeton verschiedene Figurengruppen, die im Inneren des Turmes die Historie der Goldenen Laus auf eindrucksvolle Weise veranschaulichen.

Zu den Höhepunkten des zehnjährigen Wirkens des Fördervereins zählt Ruth Rothe auch die Organisation des Stadtfestes im Jahr 2006. "Das war ein echter Kraftakt", erinnert sich Rothe. "Normalerweise ist das Ausrichten des Stadtfestes für nur einen Verein ganz schwer umzusetzen."

Von Bürgermeisterin Verena Schlüsselburg gab es im Namen der Einheitsgemeinde einen Gutschein über 50 Euro. "Mit diesem Geld werden wir beginnen, Mittel für das Nachstellen des ehemaligen Kirchenschiffes der Laus in Form von Buchsbaumhecken zu sammeln", beschreibt die Vereinsvorsitzende, wie eine weitere Idee umgesetzt werden soll.

Die "Goldene Laus" ist eine alte, romanische Turmruine aus Feldsteinen. Sie ist der Rest einer Wallfahrtskirche und das Wahrzeichen von Bismark.