Am Wochenende, 14. und 15. Juni, erlebt der Altmärkische Ökumenische Kirchentag seine 8. Auflage. Gastgeber sind die Stadt und die Kirchengemeinde Werben. Die organisatorischen Vorbereitungen auf das Ereignis laufen auf Hochtouren. Auf die Besucher wartet ein großes Programm.

Werben l Vor gut eineinhalb Jahren begannen die Vorbereitungen auf den 8. Altmärkischen Kirchentag. Die Veranstaltung findet alle zwei Jahren statt -abwechselnd in den Kirchenkreisen Stendal und Salzwedel. Die Hauptorganisation liegt bei den jeweiligen Kirchenkreisen. Sie können sich auf ein Menge Unterstützung vieler Ehrenamtlicher aus den Kirchengemeinden sowie den jeweils gastgebenden Orten verlassen.

"Ich selbst habe bei einem Treffen des Vorbereitungskreises den Vorschlag gemacht, den 8. Altmärkischen Kirchentag in Werben auszurichten und konnte die Beteiligten sofort von der Idee begeistern. Mit entscheidend war das Argument, dass die Werbener viel Erfahrung mit der Ausrichtung großer Veranstaltungen haben. Die Biedermeiermärkte sind Beispiel genug", erklärte Werbens Pfarrer Jan Foit gestern im Rahmen eines Pressegesprächs in Vorbereitung des Kirchentages. Er zeigte sich überzeugt: "Dass die Veranstaltung bei uns stattfindet, ist gut für die Stadt und Region. Die Hansestadt hat die Möglichkeit, sich neu und anders zu präsentieren."

"Alles was Beine hat, wird mit im Einsatz sein"

Jochen Hufschmidt

Auch der Bürgermeister der Hansestadt Werben, Jochen Hufschmidt, freut sich riesig auf den Kirchentag. "Wir sind stolz darauf, dass einmal mehr so viele Menschen nach Werben strömen werden - zum Teil von weit her. Wir werden ein guter Gastgeber sein. Die Hansestadt bringt sich in die Vorbereitung und Durchführung mit voller Kraft ein. Alles was Beine hat, wird vor und an dem Wochenende im Einsatz sein." Hufschmidt freut sich aber auch über das Engagement vieler Werbener Bürger. "Alle Zeichen stehen auf Willkommen. Das wird schon beim Gang durch die Straßen deutlich zu sehen sein." Vor vielen Häusern werden Bänke und Tische aufgestellt, die zum Verweilen einladen. Eine Reihe von Werbenern werden ihre Gärten und Höfe für Besucher öffnen - und teils auch Kaffee und Kuchen anbieten. Die Pastoren Dorit Lau-Stöber vom Kirchenkreis Stendal und Christof Enders aus Jerichow, Vorsitzender der zentralen Organisationsgruppe Altmärkischer Kirchentag, waren gestern beim Pressegespräch mit dabei. Enders verweist auf die altmarkweite Ausstrahlung der Veranstaltung. Aus diesem Grund werden die beiden Superintendenten der Kirchenkreise Stendal und Salzwedel, Michael Kleemann und Matthias Heinrich, den Kirchentag am Sonnabend, 14. Juni, um 16Uhr gemeinam in der Werbener Johanniskirche eröffnen. Ein Musical und ein Kabarettstück sind die nachfolgenden kulturellen Angebote am Sonnabendnachmittag und -abend. Die Altstadt lädt zu Erkundungstouren ein.

Hauptverstanstaltungstag ist der Sonntag, 15. Juni. Um altmarkweit möglichst viele Christen und Nichtchristen zu animieren, sich nach Werben zu begeben, sollen am Sonntagfrüh bereits um 7.30 Uhr in fast allen der rund 400 Kirchen der Altmark die Glocken läuten. Vielerorts werden zudem Morgenandachten stattfinden, die zumeist von Laien gestaltet werden. "Eigens dafür gibt es eine CD mit Andacht von der Landesbischöfin Ilse Junkermann und Musik. Das Glockenläuten und die Andacht soll Aufforderung sein, sich nach Werben zu begeben. Um 10 Uhr heißt es dann in Werben: "Ankommen mit Musik", sagt Dorit Lau-Stöber.

Enders und Lau-Stöber verweisen auf das Motto des diesjährigen Kirchentages. Es lautet: "Gott nahe zu sein, ist mein Glück" - eine Kernaussage des Psalms 73/28. "Dazu passend haben wir uns auch diesmal etwas Besonderes einfallen lassen: alle Kirchentagsbesucher werden gebeten, entweder eine persönliche Geschichte zum Thema Glück oder ein entsprechendes Bild mitzubringen", erklärt Enders. Die geschriebenen oder ausgedruckten Geschichten und Bilder sollen auf hunderte Kartons aufgeklebt werden, die den Besuchern als Sitzgelegenheiten dienen. Lau-Stöber weist auch auf das besonders vielseitige Angebot für Kinder und Jugendliche beim Kirchentag hin. Und der Höhepunkt, so Enders, werde sicher der Abschluss-Festgottesdienst am Sonntag um 16 Uhr in der Johanniskirche sein, der aus Gründen der Ökumene ohne Abendmahl gefeiert wird.