Jürgen Lenski ist neuer Vorsitzender der Altmärkischen Bürgerstiftung Hansestadt Stendal. Sein Vorgänger Kay Timm wird aber in der zweiten Reihe weiterhin mitarbeiten.

Stendal l Im September 2011 fanden sich 84 Gründungsstifter zusammen und hoben die Altmärkische Bürgerstiftung Hansestadt Stendal aus der Taufe. Erster Vorsitzender war Henning Richter-Mendau. Zum Ende des Jahres 2012 traten er und seine beiden Vorstandskollegen Sylvia Gohsrich und Sybille Stegemann zurück. Nachfolger wurde Kay Timm, der gestern den Rechenschaftsbericht für die erste Vorstandsperiode abgab.

100 Lesepaten für November gesucht

"Unser Grundgedanke ist, dass Bürger etwas fürs Gemeinwohl tun, wir initiieren eigene Projekte und unterstützen auch Initiativen von anderen", erklärte er. Eines dieser Projekte sind die Offenen Bücherschränke, eine gemeinsame Idee der Stiftung und der Bücherfreunde der Stadtbibliothek. Der erste Schrank steht bereits im Stadthaus, ein weiterer wird im Johanniter-Krankenhaus folgen.

Um Literatur dreht sich auch eine neue Aktion der Stiftung, die Beteiligung des bundesweiten Vorlesetages am 21. November. In der Altmark heißt das dann "Stendal liest". "Wir suchen 100 Lesepaten, die an ungewöhnlichen Orten aus ihren Lieblingsgeschichten vorlesen", erläuterte Timm. Diese Aktion wird dann schon vom neuen Vorsitzenden verantwortet, Jürgen Lenski aus Beuster. "Ich hatte sehr viel Spaß und werde auch in der zweiten Reihe weiterhin mitarbeiten", kündigte Timm an.

Seine Vorstandskollegin Christel Stoldt stimmte ihm zu. Sie hatte sich vorrangig um die Aktion "Bildung im Vorübergehen", bei der Zusatzschilder die Bedeutung des Namensgebers einer Straße erklären, gekümmert. Dies wird sie zunächst auch weiterhin tun, bevor sie in die Hände des neuen Schriftführers Werner Grabolle aus Klietz übergeht. Die Dritte im Bunde des alten Vorstandes, Marion Mohr, war beim gestrigen Pressegespräch nicht dabei. Komplett war allerdings das neue Vorstandstrio durch den Schatzmeister Helmut Block.

Mit dem Gardelegener hat die Vorstandscrew auch ein Mitglied aus der westlichen Altmark, mit Grabolle jemanden aus dem ostelbischen Bereich. "Es ist auch die Altmärkische Bürgerstiftung und keine Stendaler", sagte Stiftungsratsvorsitzender Hennig von Katte von Lucke. Das soll sich auch in den Aktivitäten widerspiegeln. Dem Stiftungsrat gehören mittlerweile 13 Mitglieder an. Rainer Verenkotte wurde durch das Kreissparkassen-Vorstandsmitglied Paul Rodermann ersetzt. Außerdem sind Kfz-Innungsobermeister Klaus Neumann und Landrat Carsten Wulfänger (CDU) neu in das Gremium gekommen.