Das Polizeirevier Stendal und die Kreisverkehrswacht Stendal veranstalteten zum fünften Mal den "Tag der Verkehrssicherheit" auf dem Stendaler Markt.

Stendal l Wie ein Auto aussieht, das mit etwa 50 Stundenkilometer einen Frontalaufprall erleidet, konnten die Besucher am Sonnabend um 13 Uhr auf dem Markt mit eigenen Augen sehen. Das Polizeirevier Stendal und die Kreisverkehrswacht Stendal luden am Sonnabend von 10 bis 14 Uhr zum "Tag der Verkehrssicherheit" ein. Dabei simulierten sie mit einem Fahrzeug, das durch einen Kran rund 25 Meter in die Höhe gezogen wurde und dann im freien Fall auf den Marktplatz stürzte, was eine Kollision mit Tempo 50 für Auswirkungen hat.

Den Besuchern wurden viele Attraktionen zum Angucken, aber auch zum Ausprobieren geboten. Anlass für den Aktionstag seien die Zahlen der Unfallstatistik, erzählte Fred Mücke, Polizeikommissar und Verkehrssicherheitsberater im Polizeirevier Stendal. "Wir wollen mit unserem Programm alle Verkehrsteilnehmer vom Kindergartenkind bis zum Senior ansprechen."

Elektroschocks zum Ausprobieren

Besonderen Anklang fand der Fahrsimulator der Polizei, bei dem das Reaktionsvermögen getestet werden konnte. Ein Programm, das dass Fahrverhalten unter Alkoholeinfluss simulierte war ebenfalls im Angebot. Kinder und Erwachsene konnten die Gelegenheit nutzen und sich auf einem Polizeimotorrad fotografieren lassen. Einen Einsatzwagen sowie eine Laser- und Blitzanlage konnten sich die Besucher auch ohne Strafzettel erklären lassen und aus nächster Nähe begutachten.

Am Informationsstand der Kreisverkehrswacht konnte jeder durch das Aufsetzen verschiedener Rauschbrillen ausprobieren, wie es sich anfühlt, alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss einen Parcours zu meistern.

Die Freiwillige Feuerwehr Stendal stellte ihre Einsatztechnik vor und zeigte am Beispiel des vom Kran gefallenen Autos, wie die Rettung einer Person aus einem Fahrzeugwrack funktioniert. Am Stand der Johanniter Unfallhilfe wurde demonstriert, wie eine Herz-Lungen-Massage funktioniert und wie Ersthelfer einen Defillibrator richtig bedienen. "In Sachsen-Anhalt hängen solche Geräte in vielen Einkaufsmärkten und Läden", sagte Rettungsassistent Holger Frank von der Johanniter Unfallhilfe. Einen Defibrillator könne jeder bedienen, der deutsch verstehe, erklärte er, da die Anleitung per Sprachanweisung komme.

Unter dem Motto "Gemeinsam für mehr Sicherheit" beteiligten sich auch das DRK-Kreisverband Östliche Altmark, der THW-Ortsverband Stendal und die AOK Stendal am Aktionstag.

Der "Tag der Verkehrssicherheit" fand in der Hansestadt inzwischen zum fünften Mal auf dem Markt statt und ging bundesweit bereits in die zehnte Runde.

   

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