Stendal l Am Donnerstagabend feierte die Islamische Gemeinde in Stendal offiziell die Eröffnung ihres Kulturzentrums in der Friedrich-Ebert-Straße. Die Gemeinde hat im Herbst 2013 den Saal in den Hinterräumen des Cafés "Panorama" angemietet und gründete im Mai einen Verein. "Unsere Gemeinde besteht aus rund 70Mitgliedern, die sich aus 20 Nationen zusammensetzen", erläuterte der Vorsitzende Mohamed Msaik den Gästen. "Das Haus steht allen offen", sagte er. Die Gemeinde sei politisch neutral.

"Wichtig ist ein gemeinsames Miteinander", sagte Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) in seinen Grußworten. Die Islamische Gemeinde hatte den Empfang extra um zwei Stunden verschoben, weil im Fernsehen das Fußballspiel der deutschen Mannschaft lief. "Das ist für mich schon ein Zeichen von Toleranz", sagte Schmotz.

Als Vertreter der Evangelischen Gemeinde in Stendal überbrachte Daniela Schröder genauso Grußworte wie Chris Schulenburg von der Polizei und Björn Malycha als Inte-grationsbeauftragter des Landkreises Stendal.

Die Islamische Gemeinde in Stendal ist nach Magdeburg, Dessau und Halle bereits die viertgrößte im Land Sachsen-Anhalt. Ein Vertreter aus Magdeburg äußerte, dass er sich freuen würde, wenn seine Gemeinde in der Landeshauptstadt auch bald eine derart schöne Unterkunft bekomme, wie er dies nun in Stendal vorgefunden habe. Die 400 Aktiven haben bislang keine adäquaten Räumlichkeiten.

Vertreter der Stendaler Gemeinde bedankten sich dafür, dass ihr Projekt Kulturzentrum mit viel Wohlwollen aufgenommen wurde. "Es gab eine Menge Bedenken", sagte Sami Mukbel.

Bilder