Stendal (bb) l Auf dem Grundstück gegenüber dem Theater der Altmark in Stendal in der Karlstraße ist diese Woche ein Bagger angerückt. Wer glaubte, dass sich auf der städtischen Brachfläche endlich etwas tut, muss sich eines besseren belehren lassen. "Es wird lediglich eine Einfriedung zum Nachbargrundstück erstellt", sagt Stadtsprecher Klaus Ortmann auf Nachfrage.

Mehrfach schon war die Nutzung des Grundstücks als Parkplatz für das nahe Theater der Altmark vorgeschlagen worden (die Volksstimme berichtete). Zuletzt hatte der Intendant Alexander Netschajew in einer Volksstimme-Kolumne diese Variante als wünschenswert ins Spiel gebracht. Angeblich habe es sogar eine mündliche Zusage des Oberbürgermeisters an den Vorgänger gegeben, wenn das Grundstück nicht innerhalb einer bestimmten Zeit veräußert wird.

"Priorität hat die Bindung eines Investors", sagt Klaus Ortmann. Die Stadt verfolge weiter das Ziel, das Grundstück zu verkaufen, damit dieses wiederbebaut werde und "dieser städtebauliche Missstand" behoben werde. Erst wenn keinerlei Aussicht mehr bestehe, werde über eine anderweitige Verwendung zu beraten und zu entscheiden sein.

Derzeit befindet sich auf dem grasüberwucherten Gelände lediglich eine Werbetafel für das Theater, die an die "Ritter Roland"-Aufführung erinnert.