Hobby-Ornithologe Jürgen Ringlepp hat den Storchen-Nachwuchs im östlichen Teil der Einheitsgemeinde Bismark unter die Lupe genommen. Sehr erfreut war der Badinger über jeweils drei Jung-störche in Belkau und vor allem in Bülitz.

Bülitz l In Folge des milden Winters erschien der erste Altstorch in diesem Jahr bereits am 27. Februar in Kläden. Bald darauf folgte der zweite. Bei beiden handelte es sich um so genannte Westzieher, die in Spanien überwintern, wie Hobby-Ornithologe Jürgen Ringlepp aus Badingen erklärt. Etwa vier Wochen später trafen die Ostzieher in der Region ein. 14 Tage nach der Ankunft beginnt im Allgemeinen die Brut.

In den Ortschaften der ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft Kläden zählte Jürgen Ringlepp anfangs zehn Paare. Während in Schinne zwei Störche eine neue Nisthilfe annahmen, diese nach zwei Wochen aber wieder verließen, versuchten es zwei andere Störche auf einem noch genutzten Schornstein. Sie gaben jedoch bald auf und verschwanden. Somit war Schinne wieder storchenlos.

In Grassau und Schernikau kam es zu Storchenkämpfen. Während der Grassauer Horst danach nur noch ab und zu besucht wurde, blieb der Schernikauer besetzt. Jedoch ohne Bruterfolg.

Nach Jahren wurde wieder einmal die Nisthilfe in Schäp-litz angenommen. Hier sah es nach einer Scheinbrut aus. Beide Adebare halten aber ihrem Standort weiterhin die Treue.

In Beesewege wird von dem Storchenpaar nur ein Junges aufgezogen. In den Horsten von Kläden und Dobberkau sind jeweils zwei Jungstörche zu beobachten. "Wobei die Klädener schon flügge sind", stellt Jürgen Ringlepp fest.

Sehr erfreulich sieht es in Belkau und in Bülitz aus. Hier befinden sich jeweils drei Storchenjunge im Horst. In Bülitz ist es Martin Krüger zu verdanken, dass sich nach Jahren wieder einmal Störche im Ort niederließen.

Er sorgte dafür, dass das ehemalige Trafohäuschen nicht abgerissen wird und legte selbst auf dem Dach des einzeln stehenden Gebäudes den Horst an. 2013 blieb das Nest in Bülitz noch leer, doch in diesem Jahr kann auf dem Dach des Trafohäuschens ein reges Treiben beobachtet werden. Einer der Störche ist sogar beringt, was bereits von Fachleuten registriert und auch kontrolliert wurde.

"2014 ist ein normales Storchenjahr", zieht Hobby-Ornithologe Jürgen Ringlepp für den östlichen Teil der Einheitsgemeinde Bismark sein Fazit. "Leider blieb das Badinger Storchennest wie schon in den vergangenen fünf Jahren leer."

 

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