Zehn Jahre war der Magnetresonanz-Tomograph am Johanniter-Krankenhaus im Einsatz. Am Dienstag wurde das alte Gerät ausgeschwebt, das neue kommt am 31. Juli.

Stendal l Ein neuer Magnetresonanz-Tomograph (MRT) wird seit dieser Woche im Johanniter-Krankenhaus Stendal aufgebaut. Ende August geht er an den Start. Damit kann der alte MRT in den Ruhestand geschickt werden.

Am Dienstagvormittag begannen die Mitarbeiter einer Dortmunder Spedition mit den Vorbereitungen für den Abtransport. Tür und Fenster mussten entfernt werden, eine 2,30 Meter große Öffnung im Haus ist als Durchlass notwendig. Gegen 13.30 Uhr fuhr der Kran vor, rund eine Stunde später hing der rund 4,5 Tonnen schwere MRT am Haken und wurde auf die Ladefläche eines Lastwagens eingeschwebt. Per Lkw geht es zurück zum Hersteller Philips, von dem auch das neue Gerät kommt. Die Investitionssumme für das neue Gerät - ohne Installationskosten - beläuft sich auf rund eine Million Euro.

Der neue MRT ist bei gleich guter Bildqualität wesentlich schneller. Schätzungsweise an die 700 Patienten mehr können dadurch jährlich behandelt werden. Das bedeutet konkret kürzere Wartezeiten, um einen Termin zu bekommen. 2013 wurden gut 4000 Patienten aus der Altmark mit dem bisherigen MRT untersucht.

Der neue Tomograph ist leiser. Außerdem kann für weitaus kräftigere Personen ein Befund erstellt werden, da die Zulassung bis 200 Kilogramm erteilt wurde, was durchaus nötig ist. Bislang lag die Grenze bei 130 Kilogramm. Hilfreich ist zudem, dass die Tunnelröhre jetzt größer ist.

Verschleiß wird als natürlich angesehen

Der neue MRT wird vor allem für Patienten mit Beschwerden an der Wirbelsäule, an Schulter und Knie und im Kopfbereich genutzt. Ebenso sind Ganzkörperuntersuchungen möglich sowie Spezialuntersuchungen der Brust, des Herzes und der Gefäße.

Tobias Mertens, technischer Leiter: "Das alte Gerät war in Stendal zehn Jahre im Einsatz. Von morgens bis abends. Da ist Verschleiß ganz natürlich."

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