Studenten, Professoren und Gäste aus Politik und Wirtschaft feierten am Freitag den 15. Hochschulball im Schwarzen Adler in Stendal. Das Motto lautete diesmal "Rock‘n‘Roll" und wurde mit bunten Petticoats und Gelfrisur vor allem vom Akademikernachwuchs umgesetzt.

Stendal. "Hallo, ich bin Johnny Cash." So begrüßte Kindheitswissenschaftler Stefan König am Freitag die knapp 500 Gäste zum 15. Hochschulball des Stendaler Studienstandortes im Schwarzen Adler. Das Motto des Abends war "Rock‘n‘Roll", und damit sich die Gäste auch daran erinnern, übte König mit Publikum auch den gleichnamigen Tagesruf: "Immer wenn mein Arm hoch geht, rufen Sie Rock‘n‘Roll!" Und mit diesem lautstarken Schlachtruf begrüßten Studenten und Professoren den Rektor der Hochschule Magdeburg-Stendal, Prof. Dr. Andreas Geiger.

"Ich bin zwar nicht Johnny Cash, aber ich habe ihn noch live erlebt", berichtete er. Und so erfolgreich die Lieder der Musiklegende sind, so erfolgreich waren auch die zurückliegenden zwölf Monate für den Stendaler Studienstandort. Seit Oktober haben sich die Wege für eine Mahlzeit extrem verkürzt. Statt in der Kantine des Krankenhauses können die knapp 1900 Studenten am Standort Stendal ihr Mittagessen in der Mensa auf dem Campus genießen. Außerdem hat der Ausbau des Hauses 2 begonnen. Nach Abschluss der Sanierung in den nächsten Wochen soll dort die Bibliothek einziehen. Die neu geschaffenen Seminarräume bieten zusätzlichen Platz für Lehrveranstaltungen. "Danke für das Konjunkturpaket II" sagte Geiger. Dritter Glücksfall für die Hochschule ist die Einstufung als Kompetenzzentrum "frühkindliche Bildung."

Bevor das Festprogramm seinen Lauf nahm, erlaubte sich Moderator König noch eine Laudatio. Darin lobte er das große Gefühl der Gemeinschaft an der Hochschule, die auch viel Raum für Kreativität lässt. Der Hochschulball sei ein wichtiges Zeugnis für diese Gemeinschaft. All das gebe es für nur 29 Euro pro Semester. Trotz lobender Worte gab König der Hochschulleitung auch eine Aufgabe mit auf den Weg: "Herr Geiger, das ist doch schnell gemacht, eine Überdachung für die Fahrräder, das wäre doch gelacht." Den Reden folgten Taten, und das Ballkomitee eröffnete den Ball mit einer Walzerrunde. Sie war auch der Startschuss für das reichhaltige Büfett, das passend zum Ballmotto amerikanisch angehaucht war.

Nach dem Festschmaus wurden die Lachmuskeln der Gäste strapaziert. Ein Comedyduo aus Erfurt sorgte mit Kartentricks, einem Gästeorchester, aber auch einem kniffligen Glockenspiel für zufriedene Gesichter. Für die musikalische Unterhaltung war die Berliner Band "Back-Beat-Boys" zuständig. Die "Backies" wurden im Herbst 1998 von ihrem Trommler Hauke Hoffmann ins Leben gerufen und präsentieren sich als eine von Berlins führenden Coverbands. Die Botschafter der 50er-Jahre-Musik spielten bis Mitternacht. Bei nahezu durchgängig voller Tanzfläche haben sie ihre Sache offenbar gut gemacht. Auch zur 15. Auflage des Hochschulballs gab es wieder Baumkuchen. Er wurde 15 Minuten nach Mitternacht serviert. Gefeiert wurde jedoch bis in den frühen Morgen.