Stendal l Sie ist zwar nicht die teuerste Baustelle, wohl aber eine, die starke Verkehrseinschränkungen mit sich bringt. Seit März ist die Bahnhofstraße zwischen Haackestraße und Nachtigalplatz gesperrt. Auf knapp 500 Metern wird die wichtige Verbindung zwischen Bahnhof und Kreuzungsbereich grundhaft saniert. In 24 Stunden sind dort sonst rund 10000 Fahrzeuge unterwegs. Die Arbeiten liegen derzeit einen Monat hinter dem ursprünglichen Plan.

Neue Kanäle und neue Leitungen

Im Bereich zwischen Schönbeck- und Grabenstraße wurde ein neuer Abwasserkanal und Regenwasserkanal verlegt. Die Stadtwerke haben in diesem Bereich ihr Leitungsnetz Gas, Wasser und Elektro erneuert. Die beidseitigen Bord- und Gossenanlagen wurden versetzt und der Straßenbelag aufgetragen. Gegenwärtig werden der nördliche Gehweg und die Stellplätze auf dieser Seite hergestellt.

Gleichzeitig wird das Leitungsnetz der Stadtwerke im südlichen Gehweg erneuert. Danach werden auf dieser Straßenseite die Stellplätze und der Gehweg angelegt.

Im Bereich zwischen Haacke- und Schönbeckstraße müssen noch all diese Arbeiten ausgeführt werden. Für die gesamte Straßenlänge müssen dann noch die Sraßenbeleuchtung mit modernen LED-Leuchten installiert, die Begrünung angelegt und die Deckschicht auf die Fahrbahn aufgetragen werden. Dies soll dann bis Ende November abgeschlossen sein.

Als die Stadtverwaltung im vergangenen November ins Bauamt eingeladen hatte, lag das Ziel noch bei Ende Oktober. Für Aufsehen sorgte in dem Pressegespräch allerdings nicht der Zeitplan, sondern die Ankündigung, dass zahlreiche Bäume gefällt werden müssen. Dies war notwendig geworden, weil die Kanäle durch die Wurzeln bereits stark in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Insgesamt 41 Bäume wurden dann Mitte November an der Bahnhofstraße gefällt, die so ein neues Gesicht erhielt. Drei der bestehenden Bäume werden nach dem Ausbau wieder in die Straße eingepflanzt, außerdem 28 Winterlinden.

Ausbaubeginn vor elf Jahren

Bereits vor elf Jahren war die Bahnhofstraße zwischen der ehemaligen Hauptpost an der Ecke zur Goethestraße und der Haackestraße im Rahmen des Schnittstellenprogramms ausgebaut worden. Mit den derzeit laufenden Arbeiten - die Kosten betragen rund 1,8 Millionen Euro - folgt der Rest der Straße, die eine der bedeutendsten Verbindungen in der Hansestadt ist.