Der Startschuss für den dritten Altmark-Pokal und die damit verbundene Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft im Segelfliegen 2015 ist am Freitagabend gefallen. Doch das Wetter verhinderte am Wochenende einen optimalen Start in die Wettkampftage.

Stendal l Gutes Flugwetter in den Vortagen, das die Frühangereisten ausgiebig für Trainingsflüge nutzen konnten - und ausgerechnet am Eröffnungstag des Wettkampfes spielt das Wetter nicht mit. Wertungsflüge waren am Sonnabend nicht möglich, auch nicht am Sonntag. Ärgerlich, aber nichts, was erfahrene Segelflieger aus der Ruhe bringt. Solche Situationen kennen sie, ist ihr Sport doch extrem von den Wetterbedingungen abhängig. Und Zeit, um die drei Wertungsflüge zu absolvieren, bleibt ja noch. Denn die Wettkampfwoche endet am 16.August mit der Siegerehrung.

Rund 110 Segelflugpiloten aus ganz Deutschland, darunter der zweifache Weltmeister Holger Karow, nehmen am Altmark-Pokal teil, der zum dritten Mal auf dem Flugplatz- Borstel ausgerichtet wird. Geflogen wird in vier Klassen. Der Gesamtsieger darf sich auf den von Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) gestifteten Altmark-Pokal freuen. Der Wettkampf ist aber auch eine Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft im Segelfliegen im kommenden Jahr.

"Willkommen wieder oder zum ersten Mal in Stendal", begrüßte Klaus Schmotz am Freitabend während der Eröffnungsveranstaltung, eines sogenannten Briefings, die Teilnehmer. "Ich war früher auch mal Segelflieger, aber das ist lange her", verriet der Oberbürgermeister. In seiner Jugend, als er noch den Berufswunsch Pilot hatte, habe er den Segelfliegerschein erworben. Würde er jetzt, nach Jahrzehnten, vielleicht noch einmal oder wieder mit diesem Sport beginnen? Nein, antwortete Schmotz, wenn schon Fliegen, dann würde er jetzt wohl das Motorisierte vorziehen. Er lud die Piloten und ihre Helfer ein, sich auch "auf den Weg in die Stadt zu machen. Es lohnt sich." Leider gebe es derzeit viele Baustellen. Schmotz: "Aber wo viel gebaut wird, da entwickelt sich was."

Als Gastgeber haben der Aero-Club Stendal und die Flugplatzgesellschaft Stendal-Borstel in den vergangenen Monaten sehr viel organisieren müssen. Dazu gehören nicht nur gute Bedingungen für den Wettkampf selbst, sondern auch für das Leben im Camp. Ein Beispiel: Jeden Morgen um 7 Uhr kommt ein Bäcker mit seinem Wagen, um frische Brötchen und Brot zu bringen für die Flugsportler und ihre Begleiter, die im Wohnwagen oder in Zelten auf dem Platz übernachten.

Seit April zahlreiche Veranstaltungen

Einen Wettkampf dieser Größenordnung auszurichten, ist eine logistische Herausforderung. Sieghard Geyhler, Geschäftsführer der Flugplatzgesellschaft Stendal-Borstel, und seine Mitstreiter nehmen sie gern an. "Das übt für Größeres", sagt er und verschweigt nicht seinen Wunsch, einmal auch auf dem Borsteler Platz eine Deutsche Meisterschaft - sie findet alle zwei Jahre statt - auszurichten.

Doch jetzt wird erst einmal der Altmark-Pokal über die Bühne gebracht. Er reiht sich ein in die vielen Veranstaltungen, die seit April auf dem Flugplatz stattfinden. "Hier ist ständig was los. Der Flugplatz lebt", freut sich Sieghard Geyhler über diese überregionale Werbung für die Altmark.

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