Natürlich ist Alma der große Stolz ihrer Eltern. Auch in der Stendaler Frauenklinik löste ihre Ankunft am 8. August große Freude aus. Der niedliche Fratz ist dort nämlich die 500. Geburt in diesem Jahr.

Stendal l "Sie ist doch ganz der Vater", verkündet Thomas Hoppe mit breitem Grinsen. Stolz hält der 30-Jährige sein Töchterchen Alma auf dem Arm, die für ihn und seine Frau Kathleen natürlich ein ganz besonderes Geschenk ist. Ihr erstes Kind erblickte am 8. August um 7.54 Uhr nach einer "unkomplizierten Geburt" - so Kathleen Hoppe - in Stendal das Licht der Welt.

Mit Freude blickt auch Dr. Alexander Neumann auf den "Mäusebär". "Mit Alma haben wir schon jetzt die 500. Geburt in diesem Jahr und damit früher als im vergangenen Jahr", begründet der Oberarzt für Geburtshilfe der Frauenklinik.

"Werdende Mütter wollen Sicherheit."

Oberarzt Dr. Alexander Neumann

Da unter den 500 Geburten bereits zehn Zwillinge - gerade einmal ein Pärchen weniger als im gesamten Vorjahr - und einmal Drillinge waren, verzeichnete die Stendaler Klinik bis zum 8. August insgesamt 512 Neugeborene in diesem Jahr.

Damit stehen die Chancen durchaus gut, dass das Vorjahresergebnis von 819 Geburten mit 830 Kindern erreicht und überboten werden könnte. Damit belegt die Stendaler Frauenklinik in der 2013er Geburtenstatistik von Sachsen-Anhalt den sechsten Platz unter 27 Einrichtungen. Nach dem Rekordjahr 1988 mit 1488 Geburten folgte nach der politischen Wende ein Einbruch bei den Geburten. Tiefpunkt für die Stendaler Klinik waren die nur 522 Geburten im Jahr 1994. Nach dem Auf und Ab registriert sie nun wieder steigende Zahlen. "Wir werden gut angenommen. Wir haben angesichts des demografischen Wandels schöne Geburtenzahlen", erklärt Neumann.

Als großes Plus sieht er die Zusammenarbeit von Frauen- und Kinderklinik. Neumann: "Werdende Mütter wollen Sicherheit." Die Integration von Frauen- und Kinderklinik sei ein Garant dafür. So folgt die Mehrzahl der Mütter der Empfehlung des Hauses bis zum vierten Tag nach der Geburt in der Frauenklinik zu bleiben und damit die sogenannte U2-Untersuchung in der Kinderklinik vornehmen zu lassen. Dazu zählen unter anderem eine Nierensonographie und ein Hüftultraschall.

"Ich bin stolz wie Bolle."

Thomas Hoppe

Auch für Alma, die kurz nach der Geburt 3460 Gramm auf die Waage brachte und 48 Zentimeter maß, steht die U2 noch an, dann geht es vermutlich heute nach Birkholz. Dort wohnen ihre Eltern, die sich schon seit gemeinsamen Schultagen in Tangerhütte kennen, seit sieben Jahr ein Paar sind und im Juni 2013 die Eheringe tauschten.

In Birkholz wartet das Kinderzimmer schon auf seine Bewohnerin. Es ist übrigens in neutralem Grün gestaltet. "Weil Alma einen Beckenendlage hatte, konnte man uns im Vorfeld nur mit 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit sagen, dass es ein Mädchen wird", begründet Kathleen Hoppe die Farbgebung. Für die 28-jährige Heilerziehungspflegerin ist ihre Töchterchen einfach nur "Wahnsinn". Dachdecker Thomas Hoppe (30 Jahre), der bei der Geburt dabei war, pflichtet ihr bei und gibt gerne zu: "Ich bin stolz wie Bolle."