Der Regionalwettbewerb von "Jugend forscht" geht seinem Finale entgegen. Am 24. Februar stellen sich die 80 teilnehmenden Schüler mit ihren 41 Projekten der Jury und präsentieren sich in der Stendaler Katharinenkirche der Öffentlichkeit. Seit Jahren erfolgreich dabei sind die Jugendlichen des Schüler-Instituts für Technik und angewandte Infomatik (SITI) in Havelberg.

Stendal. "Entscheidend ist für unsere Schüler nicht der Preis, den sie erringen können. Entscheidend ist der Persönlichkeitsgewinn." SITI-Leiter Dr. Hannes König weiß, wovon er spricht. Seit 1996 beteiligt sich der Computer-Club Havelberg, aus dem 1999 das SITI hervorgegangen ist, an "Jugend forscht". 217 Schüler haben seitdem 100 Projekte eingereicht, einige sind bis zu achtmal dabei gewesen. "Sie diskutieren mit Fachleuten auf Augenhöhe", sagt König und hält das für einen ganz wichtigen Motivationsschub.

Florian Koch, Tino Starczinsky und Johann Hollstein, drei 18-jährige SITI-Schüler, die ihn gestern zur Pressekonferenz ins Stendaler BIC an der Arneburger Straße begleitet haben, geben dem Pädagogen recht. Und vor allem: "Lust und Spaß an der Technik", das sei es, was sie ins SITI und zu "Jugend forscht" treibt.

Florian und Tino treten im diesjährigen Regionalwettbewerb von "Jugend forscht" mit einem Projekt an, das auf der von modernen Handys mit ihren berührungsempfindlichen Display-Oberflächen bekannten Multitouch-Technologie aufbaut. "Wir haben eine kostengünstige Multitouch-Lösung für jedermann entwickelt", erzählt Florian, "die sich für Privatanwender, besonders aber auch für Schulen eignet." Neben dem Bau eines Prototyps wollen sie eine Lernsoftware für Schulen entwickeln. Perspektivisch könnten sie sich vorstellen, das Produkt in ihrer Schülerfirma im SITI in kleineren Stückzahlen zu bauen und zu verkaufen.

Rund 80 Schüler mit 41 Projekten beteiligen sich am Regionalwettbewerb 2011 von "Jugend forscht", informierten BIC-Geschäftsführer Thomas Barniske und Stadtwerke-Sprecher Rolf Gille gestern. Zum vierten Mal fungieren das BIC Stendal und die Stendaler Stadtwerke als Träger des Wettbewerbs, der außerdem von Stadt und Landkreis Stendal, dem Unternehmensnetzwerk UNA, der Kaschade-Stiftung und drei Firmen der Region gesponsert wird. Die teilnehmenden Schüler kommen allerdings nicht nur aus Altmark und Prignitz; die Wettbewerbsregion reicht im Süden bis Staßfurt und Wernigerode.

Sie alle fiebern dem Finale am Donnerstag, 24. Februar, in der Stendaler Katharinenkirche entgegen. Dort schaut sich eine Jury aus Fachleuten sämtliche Projekte an, bevor sie von 11 bis 15 Uhr der Öffentlichkeit präsentiert werden. Danach werden im Landratsamt die Sieger geehrt und die Preise verteilt – 75 Euro für den 1., 60 Euro für den 2., 45 Euro für den dritten Platz, zusätzlich Sonder- und Schulpreise.

Das Havelberger SITI, das in diesem Jahr mit sieben Projekten dabei ist, hat es im Lauf der Jahre 38 Mal in den Landeswettbewerb und zweimal auf die Bundesebene geschafft. "Wir sind also mehr Volks- als Spitzensportler", so bewertet das Hannes König.