Der Tourismus in Tangermünde, der Tourismus in der Altmark standen gestern im Mittelpunkt der Gespräche, die im Alten Rathaus der Stadt geführt wurden. Der Grund: Marlene Mortler, tourismuspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, war zu Besuch in dem Kleinod an der Elbe.

Tangermünde. Dass der Tourismus in den vergangenen Jahren in Tangermünde zugenommen hat, wissen all jene, die mit offenen Augen durch die Stadt gehen. Doch wo liegt die Stadt im Vergleich zu anderen in Deutschland? Gibt es Dinge, die verbessert werden können? Existieren Förderquellen, die bisher noch nicht erschlossen wurden? Einige Fragen von vielen, die gestern Mittag im Rahmen einer Gesprächsrunde beantwortet wurden.

"Hier sind wir und wir können etwas"

CDU-Politiker aus dem Land und dem Bundestag hatten dazu eingeladen. Bundestagsabgeordneter Manfred Behrens war zusammen mit der tourismuspolitischen Sprecherin der CDU/CSU, Marlene Mortler, nach Tangermünde gekommen. Sie selbst hatte in Berlin das Angebot unterbreitet, Regionen in ganz Deutschland bereisen zu wollen. "Und Herr Behrens war einer der ersten, der mit mir einen Termin vereinbart hatte", berichtete die gebürtige Fränkin.

Mitgebracht hatte Marlene Mortler nicht nur großes Interesse und den Willen, jede Menge über Stadt und Land zu erfahren. Sie machte den Tourismusvertretern in Person von Regine Schönberg und Eike Trumpf auch Mut für die Zukunft. Denn ihren Ausführungen zufolge ist in Deutschland der Städtetourismus der Renner. 380 Millionen Übernachtungen hätte es in deutschen Städten 2009 gegeben. Damit, so Mortler, hätte Deutschland Italien und auch Frankreich überholt. Fakt sei, so die Sprecherin weiter, dass der Tourismus in Deutschland nicht nur von den großen Glanzlichtern lebe, sondern von den vielen ganz kleinen. Wirtschaftstourismus bedeutete einen Jahresumsatz von 233 Milliarden Euro. Der Tagestourismus sei daran mit 170 Milliarden Euro beteiligt.

Und der Tagestourismus ist es vorrangig, von dem die Altmark lebt. "Wichtig ist, dass es jemanden wie Sie gibt, der sagt: Hier sind wir, wir können etwas", machte Marlene Mortler Regine Schönberg Mut für die Zukunft. Ein Tourismusbüro privat zu leiten, Verbindungen in die Region zu schaffen, um den Besuchern ein breites Programm zu bieten, das beeindruckte die Fränkin: "Kompliment", sagte sie zu Regine Schönberg.

"Habe mich riesig auf die Reise gefreut"

Als Deutschland-Fan habe sie sich "riesig auf die Reise in die Altmark gefreut", gestand Marlene Mortler. "Leider gibt es immer noch zu wenige Menschen aus den alten Bundesländern, die die neuen besuchen", fügte sie hinzu. "Erschreckend ist, dass es noch immer welche gibt, die noch nie hier waren."

Für die tourismuspolitische Sprecherin der CDU/CSU setzte sich der Tag in Tangermünde mit einem kurzen Stadtrundgang fort. Danach ließ sie sich östlich der Elbe die touristischen Anziehungspunkte zeigen.