Seit Januar liegt in Fischbeck eine Fördermittelzusage für ein Feuerwehrhaus vor. Bislang war ein Neubau daran gescheitert, dass das ausgewählte Grundstück undurchsichtige Belastungen aufwies. Nun soll die Fläche des seit Jahren leerstehenden ehemaligen Kindergartens an der Hauptstraße genutzt werden.

Fischbeck l Als am 10. Juni 2013 kurz nach Mitternacht der Fischbecker Deich brach, da war das Feuerwehrgebäude der Gemeinde an der Fährstraße eines der ersten, das unter Wasser stand. Das Gebäude war danach nicht mehr zu gebrauchen, es wurde vor einigen Wochen abgerissen. Die Fahrzeuge und Geräte sind seit einem Jahr bei einem Fischbecker Privatmann in der Scheune untergebracht.

Mit Neubau soll Ruine im Ort beseitigt werden

"Der Neubau brennt uns unter den Nägeln", sagt Bürgermeister Bodo Ladwig. Seit Januar hat die Gemeinde Wust-Fischbeck einen Fördermittelbescheid über 900000 Euro für einen Feuerwehrneubau vorliegen. Am Donnerstag konnte er nun endlich einen Kaufvertrag für ein passendes Grundstück beim Notar unterschreiben. Es handelt sich dabei um den ehemaligen Kindergarten an der Hauptstraße gegenüber der Kirche. "Das Grundstück weist keine Belastungen auf", so Ladwig. Das Grundstück, auf dem sich neben zwei leerstehenden Wohnhäusern, zwei Ställe und eine Scheune befinden, gehörte bislang drei Brüdern, die allesamt dem Verkauf zugestimmt haben. Zu DDR-Zeiten war dort ein Kindergarten gewesen.

"Wir sind uns im Ortsrat einig, dass wir durch den Feuerwehrneubau eine Ruine im Ort beseitigen wollen", sagte Ladwig. Zunächst war dafür die alte und leerstehende Fährstraßen-Gaststätte vorgesehen gewesen. Ein Kaufvertrag über 30000 Euro war bereits am 21.Januar 2014 geschlossen worden, wurde jedoch nie erfüllt. Es gab undurchsichtige Belastungen auf dem Grundstück. Zwei gerichtlich bekannte Männer forderten 30000 Euro.

Mit Abrissarbeiten soll bald begonnen werden

"Wir wollen das Grundstück jetzt nicht mal mehr geschenkt haben", sagt Bodo Ladwig. Ein monatelanges Hin und Her hat bei ihm an den Nerven gezerrt. Ohnehin hält er den nun avisierten Plan B für den besseren. Das Grundstück liegt hoch, dieses war auch bei der Flut 2013 trocken geblieben. Außerdem kann vermutlich ein Teil der Bebauung erhalten bleiben und genutzt werden, sagt der Bürgermeister. Und auch der Kaufpreis liege unter dem des ursprünglich geplanten.

"Das Grundstück spielte gleich nach der Flut eine Rolle und war bei Überlegungen dabei", sagt der Bürgermeister. Ursprünglich sei daran gedacht worden, dort eine Art altersgerechtes Wohnen einzurichten.

Mit dem Architekten und der Feuerwehrführung soll noch an diesem Wochenende eine Begehung des Areals stattfinden. "Wir wollen jetzt unbedingt handeln", sagt Ladwig. Der ursprüngliche Bauplan müsse an die neue Situation angepasst werden. Zumindest das große Wohnhaus solle erhalten bleiben. "Wir werden schon bald mit Abrissarbeiten beginnen", sagt der Bürgermeister. Allerdings muss das Projekt noch durch den Orts- und Gemeinderat. Für die Baugenehmigung ist der Landkreis zuständig.

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