Stendal (asr) l Schön ist der Anblick am Stendaler Dom vor dem neuen Gemeindezentrum nicht. Seit Monaten wartet der Gemeindekirchenratsvorsitzende Detlef Frobel darauf, dass nach der Fertigstellung des Anbaus im Dezember letzten Jahres auch der Gehweg hergerichtet wird. Bauzäune schmälern nicht nur den Anblick, sondern schröpfen auch die Kasse der Evangelischen Stadtgemeinde, rund 100 Euro kosten sie pro Monat. Im April hatte Detlef Frobel den Auftrag an eine ortsansässige Baufirma erteilt, das 50 Meter lange Stück zu befestigten - mit Mosaikpflaster und Naturstein-Großpflaster. Zu dem Zeitpunkt gab es Lieferschwierigkeiten mit den Natursteinborden. Als die dann endlich geliefert werden konnte, hatte das Unternehmen schon andere Baustellen in der Marienkirchstraße und in der Rohrstraße in Angriff genommen. Und das ist auch der Grund dafür, dass sich am Dom bislang nichts rührt. "Wir schließen jetzt eine größere Baustelle im Brandenburgischen und haben dann Kapazitäten frei", teilt Seniorchef Jörg Punzel auf Volksstimme-Anfrage mit. Gleich Anfang September wird mit den Bauarbeiten begonnen, etwa drei Wochen werden gebraucht, um den neuen Gehweg anzulegen.

Zur Evangelischen Stadtgemeinde, die sich im Jahr 2000 durch den Zusammenschluss der fünf Stendaler Gemeinden gebildet hat, gehören 3200 Mitglieder. Das neue Gemeindezentrum bietet unter anderem Platz für die Probstei, Büros und Jugendräume. Der Neubau schließt eine Lücke, die durch die Zerstörung eines Flügels in den letzten Kriegstagen 1945 in den Dom gerissen worden war.