Nein, es war kein U-Boot, wohl aber ein Sportboot, das vor Kurzem plötzlich bei der Kreissparkasse Stendal buchstäblich wieder auftauchte. Zwölf Jahre war es praktisch "verschollen" gewesen, wobei auch keiner in dem Kreditinstitut weiß, was man damals wie heute dienstlich damit anstellen sollte.

Angeschafft worden sein soll es 2002 - nach dem Elbehochwasser. Zum Schutz vor einer Flut habe der damalige Vorstandsvorsitzende Dieter Burmeister den Kauf veranlasst. Abgewickelt wurde dieser vom zuständigen Abteilungsleiter Gerhard U.

Bei eingehender Begutachtung des Falls stellte die Kreissparkasse fest, dass zum Boot auch vier Kinder-Schutzwesten in unterschiedlicher Größe gekauft worden sein sollen - Burmeister hat vier Kinder.

"Überall wo man hinguckt, kommt etwas Neues", stöhnte Sparkassen-Anwalt Jan-Jacob Roeder am Donnerstagvormittag vor dem Arbeitsgericht. Richter Dirk Wohlandt hatte von ihm erst jüngst einen weiteren prall gefüllten Ordner mit einer Klageerweiterung bekommen. Das Sportboot war übrigens nicht darunter - hier gilt bereits die Verjährungsfrist. (mr)