Uchtspringe l "Ich komme ja sonst meistens anlassbezogen hierher, wenn zum Beispiel ein Jubiläum oder eine Neueröffnung zu feiern ist", erklärte Bischoff in Uchtspringe. "Heute habe ich mehr Zeit mitgebracht, um intensiver ins Gespräch zu kommen und einen tieferen Einblick in die Arbeit hier vor Ort zu gewinnen." Das könne sehr hilfreich sein, wenn im Aufsichtsrat Entscheidungen über die weitere Entwicklung zu treffen sind.

In diesem Sinne besuchte der Minister in Begleitung von Salus-Geschäftsführer Hans-Joachim Fietz-Mahlow in Uchtspringe das Fachklinikum, das Altenpflegeheim, die soziotherapeutische Heimeinrichtung für Menschen mit Behinderung, die Werkstätten der SALUS-Integra, die Forensische Psychiatrie sowie in Gardelegen den Heimverbund für behinderte Menschen.

Investitionsgeschehen dauert noch viele Jahre an

Im Verlauf der Gesprächsrunde mit der Leitung des Salus-Fachklinikums Uchtspringe wurde unter anderem über Möglichkeiten der besseren Vernetzung von ambulanten, tagesklinischen und stationären psychiatrischen Behandlungsangeboten gesprochen. Außerdem stand das Investitionsgeschehen im Blickpunkt, denn auch in den nächsten Jahren werden Architekten, Fachplaner, Bauarbeiter, Handwerker und andere Bauleute in Uchtspringe allerhand zu tun haben.

Bereits begonnen haben beispielsweise die Arbeiten zur Erneuerung des Straßen- und Wegesystems, des Regenwassernetzes und der Beleuchtung. Hier werden innerhalb von drei Bauabschnitten insgesamt 6,7 Millionen Euro investiert. "Es ist beeindruckend, wie sich Uchtspringe entwickelt hat und weiter entwickelt", sagte Norbert Bischoff. "Ich glaubte immer, den Standort hier gut zu kennen - aber offenbar noch nicht gut genug, wie sich heute zeigt." So freute er sich über die fast vollendete Sanierung und den Umbau der Häuser 37/139. Diese über 80 Jahre alten denkmalgeschützten Villen gehören zur Klinik für Psychosomatik, Psychotherapie und Suchtmedizin, wobei insbesondere das Haus 37 dringend sanierungsbedürftig war.

Zwischen beiden Gebäuden wurde ein Verbindungsbau errichtet, in dem unter anderem Räumlichkeiten für Gruppengespräche, Bewegungs- und Musiktherapie sowie ein behindertengerechter Sanitärbereich entstanden sind. Derzeit wird an der Innenausstattung gearbeitet, bevor der Komplex im September bezogen werden soll. Ganz am Anfang steht demgegenüber noch der Neubau der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, über deren aktuellen Planungsstand sich der Minister bei seinem Besuch informierte.

Moderne Klinik mit 68 Betten und Schule

22,8 Millionen Euro, finanziert aus Krankenhaus-Benutzerbeiträgen, werden in den nächsten Jahren fließen, um ein modernes Klinikgebäude mit 68 Betten und Therapieräumen für Kinder und Jugendliche zu errichten. In das Vorhaben einbezogen ist in der zweiten Bauphase auch das Uchtspringer Haus 48, das zur Klinikschule umgebaut werden soll. Der Baubeginn ist im Frühjahr 2015 vorgesehen.

Während der Besichtigung verschiedener Krankenhaus- und Wohnbereiche zeigte sich der Vorstandsvorsitzende Norbert Bischoff beeindruckt vom Wirken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die anderen Menschen im Angesicht von Krankheit, Behinderung oder altersbedingten Einschränkungen zur Seite stehen. "Die Fachkunde, der Elan und die Energie, mit der hier gearbeitet wird, genießt meine Hochachtung und Wertschätzung", fasste er seine Wahrnehmungen zusammen.

 

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