Sie waren die Superklasse von 1954, die Schüler der Klasse 8a. Allesamt leistungsstark, allesamt Jungs. Seit ihrem Abschluss haben sie sich immer wieder getroffen, gestern nach 60 Jahren wieder an ihrer alten Schule, der heutigen Diesterweg-Sekundarschule.

Stendal l Aufgeregt und gespannt waren sie, die einstigen Schüler der Klasse 8a des heutigen Diesterweg-Gymnasiums. "Ich freue mich auf die Erinnerungen, die vielleicht wiederkehren werden", erzählt Hans Breddin.

Aus Jungs mit Flausen im Kopf sind Männer geworden

Als Junge hat er einst mit 50 Klassenkameraden die Schule besucht, die heute die Diesterweg-Sekundarschule ist. Er selbst ist zwar Stendaler, aber die Schule hat er seit seinem Abschluss 1954 nicht mehr von innen gesehen, genau wie seine ehemaligen Klassenkameraden. Aus den jungen Schülern mit Flausen im Kopf sind heute gestandene Männer geworden, die ihren Weg ins Leben gefunden haben.

Alle zwei Jahre organisieren sie ein Klassentreffen. Immer mit dabei sind die Ehefrauen. "Die gehören doch mit dazu,", findet Altrock. Und jedes Treffen wird ausgiebig zelebriert, mit Auflügen in die Stendaler Kulturlandschaft und allem, was die Region Interessantes zu bieten hat.

Der Besuch der alten Schule, ist für die kleine Delegation von 25 Leuten etwas Besonderes. Nicht nur, weil der letzte Besuch 60 Jahre zurückliegt, sondern weil sich an der Diesterweg-Schule gerade einiges tut. So kurz vor dem Schulanfang gleicht sie einer Baustelle und das wird sie wohl auch noch eine Weile bleiben. Silvia Mattner, Rektorin der Schule, hat die Besucher deshalb mit einer Entschuldigung begrüßt: "Normalerweise putzt man ja, bevor Besuch kommt, aber das hier überschreitet meine Grenzen, haben sie ein Nachsehen."

Doch nicht mit kritischen, sondern mit neugierigen und gespannten Blicken haben sich die einstigen Superschüler in dem Schulgebäude umgesehen und ganz schön gestaunt. "Das ist ja noch die alte Treppe", raunte es auf der einen Seite. Von einer anderen war zu hören: "Mensch, das wird bestimmt ganz toll, wenn es fertig ist."

Superklasse ist noch heute stolz auf ihre Schule

Es sei schön zu sehen, wie sich alles weiterentwickelt, erzählte Peter Altrock. Vieles sei zwar wiederzuerkennen, wie der alte Klassenraum der 51-köpfigen Schülerschaft, aber es sei jetzt neu, modern und frisch, beziehungsweise gerade am Entstehen. Und damals wie heute sind die Jungs der Superklasse 8a stolz auf ihre Schule.

Was hat es denn nun aber auf sich, mit der Superklasse 8a? Waren die Schüler denn alle Überflieger, oder warum gebührt ihnen der Titel seit nunmehr 60 Jahren? "Weil wir eine leistungsstarke Klasse waren. Die besten Schüler aus der Klasse d kamen in die c, dann in die b und zum Schluss zu uns, wenn die Leistungen passten. Diese Struktur war damals einmalig", erklärt Altrock.

   

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