Am kommenden Donnerstag beginnt wieder die Schule. Bis dahin sollten die Sanierungsarbeiten an der Diesterweg-Schule abgeschlossen sein, doch die Fertigstellung wird sich verzögern. Schulleiterin Silvia Mattner hat dennoch Grund zur Freude.

Stendal l Nur ein stabiles Holzbrett verbindet den Schulhof mit dem Eingang zum Gebäude. Darunter klafft ein breiter Graben, in dem diverse Rohre und andere Utensilien lagern. Für jeden, der dieser Tage an der Sekundarschule Diesterweg vorbeigeht, ist offensichtlich: Hier wird gebaut.

Vor allem im Inneren der Schule ist noch einiges zu tun: Auf dem Dachboden stapeln sich Zementsäcke, Dämmwolle und Holzbalken. Es wird geklopft, gehämmert, gesägt und gemalert, und zwar unter Hochdruck. Mit Beginn des neuen Schuljahres am kommenden Donnerstag sollten die Arbeiten eigentlich abgeschlossen sein, "aber das ist nicht zu schaffen", erklärt Schulleiterin Silvia Mattner. "Wir gehen davon aus, dass im September, Oktober alles fertig ist."

"Ein Traum ist in Erfüllung gegangen."

Silvia Mattner, Schulleiterin

Seit knapp einem Jahr ist die Stendaler Diesterweg-Sekundarschule von einem Baugerüst umhüllt. Für 3,1 Millionen Euro wird das denkmalgeschützte Backsteingebäude energetisch saniert. Knapp 2,2 Millionen Euro kommen dabei aus Fördertöpfen von Land und EU. 900000 Euro werden vom Landkreis finanziert.

Ein Großteil der Arbeiten ist bereits abgeschlossen. "Bisher wurde der gesamte Dachstuhl saniert und die Dacheindeckung erneuert, die Fenster wurden gewechselt und ein äußerer Sonnenschutz angebracht. In den Klassenräumen wurden Lüftungsgeräte eingebaut, die Heizkörper gewechselt, gemalert und teilweise die Fußbodenbeläge erneuert. Die Trockenlegung der Wandbereiche im Keller ist abschlossen", erklärt der Landkreis Stendal als verantwortliche Behörde. Die verbleibenden Arbeiten, unter anderem der Bau des Fahrstuhls und die Fertigstellung des Kellers und des Dachgeschosses werden in den nächsten Wochen während des laufenden Schulbetriebes weiter gehen.

"Aber das schockt uns nicht", sagt Silvia Mattner. "Wir leben seit einem Jahr mit den Bauarbeiten. Da gab es schon Zeiten, in denen es genervt hat. Aber wir haben uns arrangiert und freuen uns riesig auf das, was die Bauarbeiten mit sich bringen, nämlich eine sanierte, moderne Schule."

Ganz besonders freuen dürfen sich die Kunst- und Hauswirtschaftslehrer. Im Dachgeschoss der Schule entsteht ein neuer Kunstraum mit atelier-ähnlichem Ambiente. Die großen Fenster im Dachgiebel wurden erneuert, Zwischenwände herausgerissen, wodurch der Raum an Helligkeit gewonnen hat.

Gleich nebenan entsteht ein Hauswirtschaftraum, der mit einer Küche und modernen Elektro-Geräten ausgestattet sein wird. "Damit ist ein Traum in Erfüllung gegangen", schwärmt Mattner. "Das wir das einmal umsetzen können, hätten wir nicht gedacht."

Um das genießen zu können, müssen sich Schüler und Lehrer allerdings noch etwas gedulden. Dann aber, sind sich Schulleitung und Landkreis einig, wird die Diesterweg-Schule ein echtes Schmuckstück sein.

   

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