Um den Schutz der Bevölkerung zu komplettieren, soll in der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck eine Wasserwehr entstehen. Eine Truppe wird bereits rekrutiert. Erste Haushaltskennzahlen für Anschaffungen für diese Wehr sind erarbeitet.

Arneburg l Mit den Haushaltkennzahlen für die insgesamt 29 Feuerwehren der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck beschäftigten sich die Mitglieder des Ausschusses für Ordnungsangelegenheiten und Brandschutz während ihrer jüngsten Sitzung. Neben den Posten für die Anschaffung von Schutzanzügen, Reparaturen, Kraft- und Schmierstoffen sowie Investitionen in neue Feuerwehr- und Fahrzeugtechnik (wir berichteten) plante der Ausschuss auch Mittel für die Aufstellung einer Wasserwehr ein. Die erarbeiteten Kennzahlen für Anschaffungen für die Feuerwehren werden der Verwaltung übergeben, damit diese in den Haushalt übernommen werden können. Über größere Investitionen wird der Verbandsgemeinderat abstimmen.

Für die aufzustellende Wasserwehr wurden erste Ansätze erstellt. Diese stellte Karsten Rottstädt den Ausschussmitgliedern vor. Der Ordnungsamtsleiter orientiert sich an Erfahrungswerten bereits bestehender Wasserwehren. Er geht davon aus, dass der Wasserwehr in Arneburg ein Domizil zur Verfügung gestellt wird. "Es ist noch nicht alles in trockenen Tüchern, aber wir sind dran." Des Weiteren sind Mittel für Aufwandsentschädigungen, Dienst- und Schutzausrüstung, Schmier- und Kraftstoffe für Fahrzeuge und ähnliches in den Haushalt aufzunehmen.

Boot und Fahrzeug für die Mannschaft

Wie Rottstädt informierte, sind die Anschaffung eines Bootes mit Trailer sowie eines Fahrzeuganhängers, um Beleuchtung und ähnliches an Einsatzorte zu transportieren, vorgesehen. Der Erwerb eines Mannschaftstransportwagens ist geplant. "Wir haben immer wieder mit Überflutungen zu tun, daher brauchen wir ein Boot", erklärte Rottstädt. Er wies aber darauf hin, dass sobald die Elbe für den Schiffsverkehr gesperrt ist, auch das Boot nicht zu Wasser gelassen wird. Zum Einsatz wird das Boot voraussichtlich im Buhnenbereich kommen. Dazu könne ein Schlauchboot oder ein Alu-Boot verwendet werden.

Der Ausschussvorsitzende André Witwar hielt es für ziemlich früh, bereits die Anschaffung eines Bootes ins Auge zu fassen. "Wir haben namentlich noch nicht einmal eine Truppe zusammen", erklärte er. Wie Rottstädt mitteilte, werde derzeit eine Truppe rekrutiert, ein kleiner Personalstock stehe bereits. Der Verbandsgemeinderat werde nicht alle Anschaffungen von heute auf morgen realisieren können. Der Ausschuss müsse aber seine Hausaufgaben machen und die voraussichtlichen Zahlen einbringen, erklärte der Ordnungsamtsleiter. Offen ist bei der finanziellen Planung der Wasserwehr, wann die Investitionen getätigt werden. "Wir brauchen diese Zahlen zur Planung und Vorbereitung."

Der Ausschuss empfiehlt die Anschaffung eines Fahrzeugs mit Anhängers sowie Ausrüstung für das nächste Jahr. Das Boot könne später realisiert werden.

Die Wasserwehr wird aufgebaut, um den Bevölkerungsschutz zu komplettieren. Die Wasserwehr wird zur Personenrettung eingesetzt. "Es kann durchaus vorkommen, dass sie von Kameraden der Feuerwehr unterstützt wird beziehungsweise umgekehrt." Rottstädt betonte, dass es keine Konkurrenz zwischen der Feuerwehr und der Wasserwehr geben soll. "Wir müssen beides sauber trennen können." Des Weiteren erklärte er: "Wir sind nach allen Möglichkeiten bestrebt, die Kameraden der Feuerwehren und der Wasserwehr entsprechend dem Entschädigungserlass zu entschädigen", Rottstädt stellte klar: "Es wird keine Ungleichbehandlung zwischen Feuerwehr und Wasserwehr geben."