Es gibt einen Zeitverzug beim Bau des neuen Südamerika-Geheges im Stendaler Tiergarten. Doch mittlerweile schreiten die Arbeiten an dem 140000 Euro teuren Projekt voran.

Stendal l Aufmerksame Besucher des Stendaler Tiergartens haben es bemerkt: Am Affengehege - oder auch Südamerikagehege genannt - hat sich den gesamten Sommer über nichts getan. Im Frühjahr waren die Äffchen ausgelagert und der Zaun der maroden Anlage demontiert worden. Danach passierte nichts mehr.

Mittlerweile laufen seit zwei Wochen die Arbeiten wieder. "Es gab immer wieder nachfragen von Besuchern", sagt Tiergartenleiterin Anne-Katrin Schulze. Die Planungen für das neue Affengehege mussten noch verändert werden, da neue Vorgaben zu erfüllen sind. Einige Arbeiten werden ehrenamtlich erledigt, so dass auch damit der Zeitverzug zu erklären ist.

Der Umbau des Affengeheges ist das vorerst letzte große Projekt, das im Tiergarten umgesetzt werden soll. "Dann haben wir die gesamte Anlage in einem guten Zustand", sagt Uwe Donner, der Vorsitzende des Vereins der Tiergartenfreunde. Der Verein finanziert die Umbauarbeiten, die nach bisherigen Stand rund 140000Euro kosten werden. Allein von Lotto Sachsen-Anhalt kommen 65000 Euro.

"Ohne die Zuschüsse der Lotto-Gesellschaft hätten wir all die Vorhaben der vergangenen 15 Jahre nicht umsetzen können", sagt Uwe Donner über die Finanzierung. Hierzu zählen die Bärenanlage, die Waschbärenanlage, das Tigergehege, die Areale für Polar- und für Rotfüchse sowie die Vogelvoltaire.

"Wir sind ein bauender verein", sagt Donner. Auch künftig werde es sicher das eine oder andere Vorhaben geben, aber eben nicht mehr in den bisherigen Größenordnungen.

Tiergartenleiterin Schulze hofft nun zwar auf einen raschen Baufortschritt bei dem neuen Affenareal, doch mit einer Eröffnung noch in diesem Jahr rechnet sie hingegen nicht. Die neuen Käfige werden drei Meter hoch sein, also höher als bisher. Sie werden allerdings weniger lang sein. "Das bringt Vorteile für die Tiere und auch die Besucher", so Schulze.