Stendal l So früh herrschte in Stendal wohl schon lange kein so emsiges Treiben mehr. Bereits um neun Uhr wurde geputzt, gesäubert, gespachtelt, gemalert, gespielt, Essen vorbereitet und noch vieles mehr. Quer durch die Stadt zogen sich die Arbeiten, die durch viele Helfer zum ersten Freiwillligentag durchgeführt worden.

So wurde unter anderem der Raum der neunten Klasse in der Komarow-Schule gemalert. In der Grundschule "Juri Gagarin" wurden Zierbäume und Stauden und der Schulgarten mit frischen Obstbäumen bestückt. Im Hof des Stendaler Theaters wurde aufgeräumt, sogar während des heftigen Regengusses.

Der Aufruf der Freiwilligen-Agentur Altmark schien ganz deutlich erhört worden zu sein. 28 verschiedene Aktionen in der Hansestadt und den umliegenden Ortsteilen wurden dabei umgesetzt. Unzählige Helfe engagierten sich an diesem Tag für ein Projekt. "Es ist eine ganz tolle Gelegenheit, Engagement zu zeigen und Freiwillige zum Mitmachen zu begeistern", erklärt Anke Groß, Projektleiterin des Freiwilligentages.

Aber nicht nur nach außen sichtbare Ausbesserungs- oder Verschönerungsmaßnahmen wurden in die Tat umgesetzt. Im Johanniter-Krankenhaus wurden zum Beispiel kranke Kinder durch das Regenbogen-Spielrad zum Mitmachen angeregt und zum Lachen gebracht.

In der Stendaler Bahnhofsmission wurden ebenfalls die Türen geöffnet. "Wir wollen zwar auch schöne, neue Blumenkästen aufstellen", erzählt Leiterin Patricia Kalz. "Es geht uns aber vor allem um die Menschen, die zu uns kommen", sagt sie weiter. Einfach mal zuhören, sich Zeit nehmen und mit den Menschen einen Kaffee oder Tee trinken, das macht den Hauptteil ihrer Arbeit aus. Zum Freiwilligentag haben sie noch zusätzlich unzählige Brote geschmiert, "die wir an die vielen Helfer und natürlich auch an unsere Besucher verteilen werden", sagt Kalz.

Die Komarow-Schüler brauchten allerdings nicht von Patricia Kalz und ihrem Team versorgt zu werden. Während im Klassenzimmer der 9a die alte Farbe von der Wand gekratzt und die Pinsel für einen frischen Anstrich geschwungen wurden, wurden in der Schulküche ebenfalls belegte Brote geschmiert, um die "fleißigen Helfer nicht verhungern zu lassen", wie Klassenlehrerin Roswieta Seiler erzählte. Sie war sehr stolz auf ihre Klasse. Nahezu 80 Prozent der Schüler hätten sich an der Verschönerungsaktion beteiligt und auch ihre Eltern mitgebracht. "Alle waren pünktlich, sind absolut fleißig und verbreiten eine tolle Stimmung. So macht das richtig Spaß", erzählt die Lehrerin .

Mehr Bilder vom Freiwilligentag unter: www.volksstimme.de/freiwillige

   

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