Per Antrag zur Geschäftsordnung wurde die Vorstellung des Parkkonzeptes im Stadtentwicklungsausschuss in der vergangenen Woche abgebrochen. Im Gespräch mit der Volksstimme erläuterte Annegret Schröder das Konzept.

Stendal l Im Februar erteilte der Hauptausschuss der Verwaltung den Auftrag ein Parkkonzept für die Stadt Stendal zu erstellen. Auslöser war die Diskussion um das Parken auf dem Sperlingsberg. Letztlich konnte keine Mehrheit für oder gegen Stellplätze an der Sperlings-Ida gefunden werden. In der vergangenen Woche sollte das Konzept den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses vorgestellt werden. Allerdings wurden die Ausführungen von Annegret Schröder unterbrochen, da es der Ausschussmehrheit schwerfiel, dem mündlichen Bericht ohne schriftliche Unterlagen zu folgen. Die werden nun bei der nächsten Sitzung vorgelegt.

Bank kostet bis zu 10000 Euro

Im Gespräch mit der Volksstimme erläuterte Schröder, warum die Verwaltung dazu tendiert, dass das Parken auf dem Sperlingsberg weiterhin erlaubt bleibt. "Die Entscheidung treffen letztlich die Stadträte", betonte sie. Dabei kommt es nicht auf die sieben regulären Stellplätze und zwei Behindertenparkplätze an. Von einer Parkplatznot kann in der Altstadt keine Rede sein. Zwar ergab die Zählung der Verwaltung, dass 250 Plätze gebraucht werden, allerdings werden in den kommenden zwei Jahren neue Stellplatzanlagen errichtet, die sogar für einen Überschuss sorgen werden. Um das Parken auf dem Sperlingsberg zu verhindern, müsste allerdings Geld investiert werden. Das Modell der Stadt sieht die Installation von Pollern an der Rathenower Straße, das Anpflanzen von fünf Bäumen und das Montieren von Bänken vor. Allein eine Bank würde mit 7000 bis 10000 Euro zu Buche schlagen. "Außerdem werden Parkgebühren erhoben und auch die Unterschriften der Geschäftsleute und Kunden, die sich fürs Parken ausgesprochen haben, sollten nicht ignoriert werden", meinte Schröder.

Es gibt aber auch einen Entwurf ohne Stellflächen auf dem Sperlingsberg. Die Behindertenparkplätze werden an der Rathenower Straße angesiedelt, die regulären am Schadewachten.

Die von einzelnen Stadträten ins Spiel gebrachte Idee einer Grünanlage am Sperlingsberg sei allerdings auf keinen Fall umzusetzen. "Das geht schon deshalb nicht, weil der Liefer- und Versorgungsverkehr sowie der Rettungsdienst dort durchfahren muss", erklärte Schröder.