Tangermünde l "Ist der Verwaltung bekannt, dass der Onkel-Toms-Hütte-Deich vor dem Bölsdorfer Haken kleine Risse und Beulen aufweist?", wollte Stadtrat Wolfgang von der Heide während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bau, Umwelt und Verkehr wissen.

Thomas Stagneth, Sachgebietsleiter für Investitionen und Liegenschaften, sagte dazu: "Die Mängel sind uns bekannt. Ackerwinde hat sich durch den Asphalt ihren Weg gebahnt. Die Mängel sind angezeigt, und wir versuchen, es kurzfristig zu klären." Bereits vier bis fünf Wochen nach Fertigstellung der neuen Deichdecke hätte sich die Natur auf diese Weise ihren Weg an die Oberfläche gesucht.

Die Hochwasserspuren aus dem Sommer 2013, die hier beseitigt werden mussten, waren erheblich. Wieder hatte das Wasser Teile des Untergrundes weggespült, ganze Asphaltteile etliche Meter neben dem Deich abgelegt. Bereits im Frühjahr hatten erste Arbeiten vor Tangermünde stattgefunden, um eine große Schadstelle an der Tangerwiese zu beseitigen, damit die Teilnehmer des Elbdeichmarathons die bekannte Strecke laufen konnten. Kurz vor Onkel Toms Hütte wurde eine Schadstelle mit Warnbaken gekennzeichnet, um einen Sturz der Läufer, auch der Fußgänger und Radfahrer die Böschung hinunter zu verhindern.

Mängel sind bekannt und angezeigt

Als wichtiger Teil des Elberadweges wurde dieser Abschnitt dann im Juni und Juli komplett erneuert. So hatte das Hochwasser auch sein Gutes. Denn seit etlichen Jahren war der Asphalt an verschiedenen Stellen gerissen, an manchen wieder provisorisch geflickt worden. Wer mit dem Rad unterwegs war, musste sich streckenweise auf eine recht holprige Weise fortbewegen.

Für Inlineskater war die drei Kilometer lange Verbindung vom Bölsdorfer Haken bis nach Tangermünde irgendwann kein Thema mehr. Mit der Reparatur verbesserten sich die Bedingungen - allerdings nur kurzfristig, wie das aktuelle Deichbild zeigt. Denn wenn die Ackerwinde weiter ungehindert wachsen kann, wird der etwa drei Kilometer lange Abschnitt bald wieder so aus-sehen wie vor dem Hochwasser.

Dann wird das Mekka für Inlineskater hier nicht mehr existieren, werden Radfahrer wieder über holprigen Untergrund von Nord nach Süd und umgekehrt fahren müssen.

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