Stendal l Eine Suppe vom Hokkaidokürbis als Vorspeise, Bolognese mit und ohne Fleisch als Hauptgang und ein Apfelkompott mit Joghurt als krönender Abschluss. Mit so einem Mittagsmal kann Mutti bei der Familie punkten, noch dazu, wenn sie es gemeinsam mit den Kindern zubereitet hat.

Genau das war Thema, als sich die Familienpatinnen des Vereins KinderStärken am Sonnabend trafen. Nicht, dass die sechs Frauen in der Lehrküche der BBS II mit der Koordinatorin des Familienpaten-Projekts, Daniela Tews, nur über das Kochen in und mit Familie als Momente der Kommunikation und des familiären Zusammenlebens theoriesierten. Nein, es wurde gemeinsam geschnippelt, gerührt, gekocht. Weil dieses Treffen vor allem auch lockerer Erfahrungsaustausch war, wurde dennoch viel geredet. Über das Kochen im Allgemeinen und die Rezeptvorschläge von Antje Schirmer im Speziellen. Auch sie ist Mutter und als solche mit Anfang 20 mehr aus der Notwendigkeit heraus als aus Überzeugung aufs Selbstkochen gekommen. Die Lust daran kam mit der Zeit und der Erkenntnis, dass man ohne viel Aufwand und mit den Kindern gemeinsam Gerichte zaubern kann, die der ganzen Familie schmecken. Mit einem leckeren selbst gemachten Mittagsmahl im Bauch trennte sich die Runde nach ein paar erhellenden Stunden. Was ihr bleibt, ist die Gewissheit, dass auch diese "Fortbildung" ihr bei der ehrenamtlichen Arbeit in den Patenfamilien, die ihre Hilfe wünschen und brauchen, helfen wird. Sechs Frauen, die in unterschiedlichen Berufen arbeiten oder auch schon im (Un)Ruhestand sind und die gern zugeben, so ein bisschen vom "Helfersyndrom" in sich zu tragen.

Frauen und gern auch Männer, die ähnlich gestrickt sind wie dieses halbe Dutzend und die sich eine Tätigkeit als Familienpate vorstellen können, erfahren jederzeit mehr über dieses Projekt bei Daniela Tews, Tel. 01577/0515454 oder per E-Mail unter tews@kinderstaerken-ev.de.