Das Coffee Inn und das Pug-Kaufhaus in der Marienkirchstraße stehen zum Verkauf. Für insgesamt rund eine Million Euro können die beiden Immobilien erworben werden.

Stendal l Die Sanierungsarbeiten in der Marienkirchstraße sind in vollem Gange, mit dem Setzen des neuen Pflasters wurde bereits begonnen, die Schönheitskur des Roland in Magdeburg läuft. Doch offenbar wird sich nicht nur durch diese Arbeiten das Gesicht der Stendaler Innenstadt am Marktplatz verändern. Zwei markante Immobilien in der Marienkirchstraße stehen zum Verkauf und damit auch zwei Betriebe: das Coffee Inn und die Pug-Filiale.

Pug zieht nur bei Verkauf aus

"Eines der schönsten und beliebtesten Cafés der Stadt sucht einen neuen Eigentümer", heißt es im Schaufenster von Wiesemann-Immobilien am Kornmarkt unter der Überschrift "Café/Bar in exklusiver Lage von Stendal". Das Coffee Inn sei ein Besuchermagnet für Jung und Alt. Angepriesen werden die mehr als 200Sitzplätze "von gemütlichen Sitztecken bis zu riesigen Loungebereichen". Vollausgestattete Küche, großer Kühlraum, mehrere Großküchengeräte sind weitere Anreize. Für 650000Euro ist das Objekt, zu dem auch das Hotel Bismarck gehört, zu haben.

"Ab 31.10.2014 wieder geöffnet", steht auf einem leuchtend-gelben Banner am Coffee Inn. Und an dem Termin wird auch festgehalten, wie Geschäftsführer André Weihrauch bekräftigte. "Während der Bauarbeiten zu öffnen, wäre Unsinn gewesen, da hat man keine Chance", sagte er im Gespräch mit der Volksstimme. Zunächst werde er das Coffee Inn auch weiter betreiben, das hänge mit dem Verkauf nicht direkt zusammen. Sein Unternehmen habe jetzt einen neuen Schwerpunkt: Dienstleistungen im nationalen und internationalen Bereich, einer der Großkunden ist Volkswagen. "Deshalb müssen wir auch unsere Geschäftszeiten in Stendal einschränken", erklärt er. Deshalb sind nun Montag und Dienstag Ruhetag, an den übrigen Tagen ist aber wieder ab 11, nicht erst ab 17 Uhr geöffnet.

Schnäppchenangebote im Schaufenster der Pug-Filiale an der Ecke zur Hallstraße lassen an einen Räumungsverkauf denken, doch weit gefehlt. Zwar wird auch dieses "schöne Wohn- und Geschäftshaus" von Wiesemann angeboten, doch zeigt man sich bei der Firmenzentrale in Salzwedel ganz entspannt. "Wenn es einen Käufer gibt, werden wir ausziehen, wenn nicht, geht der Verkauf weiter", sagte Vorstandsvorsitzende Helga Schulz auf Anfrage der Volksstimme. Mit 360000Euro wäre ein Interessent im Geschäft und würde neben der Verkaufsfläche von rund 440Quadratmetern auch noch mehrere Wohneinheiten erwerben. Allerdings müssen die erst - so das Exposé - "grundlegend saniert werden".

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