Ende November sollen die Arbeiten an der Marienkirchstraße abgeschlossen sein. Damit enden dann monatelange Einschränkungen im innerstädtischen Verkehr.

Stendal l Wenn alles nach Plan weiterläuft, dann kann die Marienkirchstraße ab Ende des kommenden Monats wieder uneingeschränkt genutzt werden - also rechtzeitig zur Adventszeit und vor dem Weihnachtsmarkt. Diesen Termin nannte Stadtsprecher Klaus Ortmann auf Nachfrage. Aber schon jetzt ist der künftige Verlauf der Straße und des Gehweges gut zu erkennen, die Borde sind gesetzt. Der Gehweg - wie bisher auf der Seite der Geschäfte - wird mit Granitplatten und Granit-Kleinpflaster gestaltet. Die Oberschicht der Fahrbahn wird ebenfalls aus Granit-Kleinpflaster bestehen. Auf der anderen Seite sind Wege zum Löwenportal und zur Paradiespforte der Marienkirche vorgesehen, beide werden mit Sandsteinplatten gestaltet. Zum Projekt gehören auch Fahrradständer auf Höhe der sogenannten Windgasse zwischen Kirche und Rathaus. Die Pflasterung der Windgasse gehört ebenfalls zum Projekt.

Auf Höhe des Einganges zum Stadthaus hat es bisher eine Erhöhung gegeben, die einerseits zur Verkehrsberuhigung diente, andererseits als Straßenquerung für Fußgänger. "Eine Querung zum Stadthaus gibt es nicht mehr", sagte Sandra Slusarek von der Stadt-Pressestelle gestern auf Nachfrage. Parkplätze wird es auch künftig an der Marienkirchstraße geben, allerdings nicht mehr so viele wie bisher. "Es werden fünf Stellplätze im oberen Bereich, also von der Breiten Straße aus, sowie zwei Behindertenparkplätze und ein Stellplatz vor der Kleinen Hallstraße eingerichtet", informierte Sandra Slusarek. Bisher war durchgehend an der Straße geparkt worden.

Mit der Marienkirchstraße wird ein weiterer Abschnitt des Projektes von Architekt Andreas Möhlmann umgesetzt, der mit seinem Innenstadt-Konzept im Jahr 2003 einen Ideenwettbewerb gewonnen hatte. Darum schließt sich die Marienkirchstraße in der Gestaltung, unter anderem im verwendeten Pflaster, an Priesterstraße und Bruchstraße an, die in den vergangenen Jahren saniert worden waren.

Aus Richtung Breite Straße wird die Straße auf zirka 150 Metern auf der bisherigen Breite ausgebaut, anschließend wird sie etwas schmaler und auf Höhe des Rathauses sogar ein wenig in Richtung Marktplatz verschwenkt. Mit den Bauarbeiten war im Sommer nach dem Rolandfest begonnen worden. In der Planung und damit im Haushalt sind Gesamtkosten von rund 579000 Euro vorgesehen. Ob dies am Ende diese Summe sein wird, steht noch nicht fest. "Die Kosten verschieben sich in einigen Positionen, daher kann über die genaue Höhe noch nichts gesagt werden", teilte Sandra Slusarek mit.

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