Die Fertigstellung der Straßenbaumaßnahme in Häsewig wird sich verzögern. Grund sind zusätzliche, notwendige Sanierungen an Regenwasser- und Trinkwasserkanal sowie ein grundhafter Ausbau der Straße.

Häsewig l Seit Ende August wird vom Wasserverband Stendal-Osterburg in Häsewig eine Schmutzwasserleitung verlegt. Im Anschluss sollte in diesem Bereich die Fahrbahn erneuert werden. Eigentlich sollte die Baumaßnahme Ende Oktober abgeschlossen sein. Wie der Wasserverband nun aber mitteilt, werden sich die Arbeiten dort noch über Wochen hinziehen.

"Trotz der vorgefundenen Probleme haben wir schnell eine Lösung gefunden"

Olaf Schmidt, Wasserverband

Während der Bauphase stellten die Arbeiter nämlich gleich mehrere Probleme fest. Zum einen ist der alte Mischwasserkanal, anders als erwartet, im Kreisboden verlegt, zum anderen ist die vorhandene Trinkwasserleitung, die eigentlich nicht erneuert werden sollte, aus Asbest und sanierungsbedürftig. Zudem wurde festgestellt, dass auch der Unterbau der Straße marode ist. Nach Bekanntwerden dieser Probleme kamen die jeweiligen Akteure zur Beratung zusammen. Gemeinsam kamen sie zu dem Entschluss, alles anzupacken und zu erneuern.

So verlegt der Wasserverband nun auch noch eine neue Trinkwasserleitung. "Da der Regenwasserkanal für die Baumaßnahmen im Weg lag und auch sanierungsbedürftig ist, wird auch der erneuert", berichtet Bürgermeister Uwe Großpietsch. Zwar ist der Kanal erst 20 Jahre alt, aber nicht fachgerecht verlegt. Einwaschungen sind vorzufinden.

Und auch der Straßenbau wird umfangreicher. Nun soll die Fahrbahn nicht mehr nur abgefräst werden und eine neue Deckschicht erhalten, sondern zum Teil wird auch der Unterbau erneuert. "Der Vollausbau erfolgt dort, wo die 260 Meter Regenwasserkanal durch die Gemeinde verlegt werden", informiert Arthur Bräsel, zuständig für den Straßenbau. Dieser Mehraufwand bringt natürlich eine Verschiebung der Fertigstellung des Vorhabens mit sich. "Wir sind mit dem Schmutzwasserkanal sehr weit gekommen", erklärt Olaf Schmidt vom Wasserverband. Er ist zuversichtlich, dass die Arbeiten, für die sein Verband zuständig ist, bis Ende November abgeschlossen sind. Danach geht es mit dem Straßenbau weiter. Da die Asphaltarbeiten temperaturabhängig sind und bei Frost nicht umgesetzt werden können, wie Bräsel erläutert, sind keine konkreten Angaben zu treffen, wann die Gesamtmaßnahme fertig ist. "Es ist jedoch zu vermuten, dass sich die Arbeiten bis in das nächste Jahr hineinziehen."

Schmidt ist zuversichtlich: "Trotz der vorgefundenen Probleme haben wir schnell eine Lösung gefunden, so dass gerade einmal eine Woche nicht gearbeitet wurde." Zwar dauere die Bauphase nun länger, belohnt werden die Einwohner aber mit neuen Leitungen und einer schicken Straße, so Simone Kuhlmann. Die Bauamtsleiterin begrüßt ebenso wie der Bürgermeister die Maßnahme. "Die Probleme hätten uns demnächst eingeholt. Es wäre sträflich, wenn wir die alten Leitungen drin gelassen hätten", erklärt sie.

Die Kosten für den Regenwasserkanal trägt die Gemeinde Rochau. In der nächsten Woche beschließt der Rat dazu einen Nachtragshaushalt. Der Kanal schlägt mit insgesamt 100 000 Euro Kosten zu Buche, wobei die Landesstraßenbaubehörde signalisiert, 50 000 Euro zu übernehmen, wie Kuhlmann erklärt.