Während in der ostelbischen Region noch immer die Beseitigung der Hochwasserschäden im Mittelpunkt steht, sind die Arbeiten in und um Tangermünde fast abgeschlossen. Einen Überblick dazu gab jetzt Karsten Lemke, Mitarbeiter der Stadtverwaltung.

Tangermünde l Eine Liste mit zu regulierenden Hochwasserschäden hatte der Stadtrat 2013 beschlossen. Sie war die Grundlage dafür, beim Land die 100-prozentige Förderung zur Beseitigung der Schäden beantragen zu können. Mit einigen wenigen Nachmeldungen blieb es dabei. Mehr als zwei Millionen Euro wurden der Stadt bewilligt. 2014 bestanden somit vielerorts Baustellen, auf denen das repariert wurde, was das Elbewasser 2013 zerstört hatte.

Karsten Lemke, Mitarbeiter des Amtes für Investitionen und Liegenschaften, hatte den Mitgliedern des Ausschusses für Bau, Umwelt und Verkehr am Dienstag eine Aufstellung der Arbeiten inklusive dem Bearbeitungsstand mitgebracht und erklärte sie.

Während das Gros der Schäden inzwischen beseitigt wurde, seien es vor allem die Brücken in der Stadt und auch Ortsteilen, die noch nicht repariert werden konnten, sagte Lemke. Der Grund: Vor der Reparatur bedurfte es einer Planung. Diese sind abgeschlossen und damit die Kosten ermittelt. "Vor kurzem sind die Zuwendungsbescheide eingetroffen. Eine Ausführung der Arbeiten ist für das Frühjahr 2015 vorgesehen", berichtete Lemke. So müssen für die Tangerbrücke und die Nachtweidenbrücke Ersatzneubauten errichtet werden. Die Kosten wurden auf 287 000 beziehungsweise 263 000 Euro festgelegt. Die Schleusenbrücke soll für 71 000 Euro saniert werden. Hier ist das Mauerwerk beschädigt. Die Polittenbrücke schlägt als Ersatzneubau inklusive Instandsetzung mit 284 00 Euro zu Buche.

Für die Brücke der Alten Fährstraße im Ortsteil Buch wurden Kosten von 163 000 Euro ermittelt. Auch hier wird ein Ersatzneubau erforderlich. Wie Karsten Lemke erklärte, fordere das Landesamt für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft hier, die ursprüngliche Brückenbreite von fünf auf 15 Meter zu erweitern. Doch das, so betonte er, sei nicht möglich. Denn die 100-prozentige Förderung vom Land zur Beseitigung der Hochwasserschäden gebe es nur für die Wiederherstellung der ursprünglichen Gegebenheiten. Die Mehrkosten für eine größere Brücke würde das Land nicht tragen, die Stadt diese nicht übernehmen können und wollen. "Hier sehe ich den Start der Arbeiten nicht im Frühjahr 2015", sagte Lemke.

Thomas Stagneth, Sachgebietsleiter für Investitionen und Liegenschaften in der Stadtverwaltung, sagt abschließend zu diesem Thema: "Bis zum 30. Dezember sind noch immer Hochwasserschäden meldbar. Da muss man aber eine sehr gute Begründung haben, weshalb der Schaden nicht früher gemeldet wurde."

Zu den Baumpflanzungen im Wert von 65 000 Euro machte Karsten Lemke deutlich, dass "die Stadt als Bauherr dazu verpflichtet ist, wenn Oberflächen an ländlichen Wegen erneuert werden". Das war im Zuge der Hochwasserschädenbeseitigung mehrfach erforderlich. Deshalb wird eine Bölsdorfer Fläche zum Ausgleich dafür bepflanzt.