Feuerwerke über der Altstadt von Tangermünde sorgten und sorgen noch immer für Unmut. In Ausschuss- und auch Stadtratssitzungen waren sie Thema. Die Verwaltung prüft, ob und wie sie die Häufigkeit regeln kann.

Tangermünde l In einer Sache scheinen sich alle einig zu sein, die über die Feuerwerke in Tangermünde debattieren: Sie sollten nicht komplett verboten, sondern lediglich zeitlich reglementiert werden.

Nachdem sich während der Sommer-Wochenenden die Knallerei über der Stadt bis weit in die Nacht hinein erstreckt hatte, waren sowohl Stadträte als auch Einwohner laut geworden und forderten Veränderungen. Daraufhin hatten sich während einer Stadtratssitzung Marco Bergande und dessen Vater Karl-Heinz, die ein pyrotechnisches Unternehmen führen, zu Wort gemeldet.

Danach sei es nicht immer ihr Unternehmen, das für späte und minutenlange Knallerei am Nachthimmel sorge. Sie selbst hätten erlebt, wie Laien Feuerwerke von nicht unerheblicher Größenordnung gezündet hätten.

Fakt ist, das erklärte jetzt auch noch einmal Bürgermeister Rudolf Opitz, während der Hauptausschusssitzung: Bundesrecht regelt das, was professionellen Pyrotechnikern erlaubt ist, und das bis hin zur Uhrzeit. "Wir sind dabei zu überprüfen, inwieweit wir da eingreifen dürfen", sagte das Stadtoberhaupt. Damit reagierte Opitz auf die Anfrage von Erich Huschka. Der Tangermünder hatte von der Einwohnerfragestunde im Hauptausschuss Gebrauch gemacht und wollte wissen: "Hat die Stadtverwaltung etwas gefunden, damit diese Dinge nicht weiter ausufern?" Auch seiner Meinung nach solle es nicht komplett unterbunden werden.

Für die Anwohner der Schloßfreiheit, berichtete Bürgermeister Opitz als einer von ihnen, würde es "neuerdings immer Zettel geben", auf denen sie darüber informiert würden, wann wieder mit einem Feuerwerk zu rechnen sei. Doch diese Zettel kämen lediglich vom Tangermünder Unternehmen.

Als "untermittelbar Betroffener" bestätigte auch Opitz, "dass es ganz schön viel geworden ist". Allerdings müsse sensibel damit umgegangen werden, denn etwa 70 Prozent der Hochzeiten, die in Tangermünde gefeiert werden, kommen nicht aus der Region. "Es spricht sich eben rum, dass man hier auch schöne Feuerwerke bekommt."