Stendal l 28. Juni 2014: Dem ehemaligen Uppstall-Kaufhaus, seit zweieinhalb Jahren ein leer stehendes Stück Heimat, wird einen Tag lang Leben eingehaucht. Es sind Stendaler, die das im Rahmen des vom Theater der Altmark initiierten Projekts "Heimatperspektiven" tun . David Lenard, Leiter dieses etwas anderen Heimatprojekts, ist begeistert von der Resonanz, die der Aktionstag findet.

Erster Schritt ist Einladung zum Bürger-Dinner

4. Dezember 2014: David Lenard begrüßt eine ganze Reihe interessierter Stendaler - teils ehrenamtlich bereits für ihre und in ihrer Stadt engagiert, teils neugierig auf ein neues Projekt und vor Ideen für dessen Umsetzung sprühend - zum Bürger-Dinner. Mit in der kreativen Runde sitzen, wie schon beim Juni-Projekt, Studenten der Hochschule und Mitglieder der Bürgerinitiative Stendal.

Das eine ist Geschichte, letzteres eine Vision, die der im Hauptberuf als Oberspielleiter am TdA tätige David Lenard in diesen Tagen bemüht ist, wahr werden zu lassen.

Wieder soll es darum gehen, Leerstehendes in Stendal zu beleben. Wieder sollen und dürfen es die Stendaler sein, die über Form und Inhalt des zweiten Heimatperspektiven-Projekts mitentscheiden, es ausgestalten. Was die beiden Projekte zudem verbindet: Ohne das Mitmachfest in der nördlichen Breiten Straße im Juni würde es das für Dezember geplante Bürger-Dinner und ein daraus entstehendes zweites Projekt nicht geben.

Geboren wurde die neue Mitmach-Idee für Stendal unmittelbar nach der Aktion im Juni. Maria Wendt und Nicole Laupsien, beide als Mitarbeiterinnen im Stendaler Rathaus beruflich und auch sonst nicht minder an bürgerschaftlichem Engagement für ihre Stadt interessiert, traten an David Lenard heran.

Schaufenster in denen nichts als gähnende Leere zu beschauen ist, gibt es nicht nur im Ex-Kaufhaus am nördlichen Ende der Breiten Straße. Wie wäre es, möglichst viele dieser leeren Schaufenster in der Vorweihnachtszeit zu dekorieren? David Lenard fand die Idee gut, ließ sich gern wieder als der Mann ins Projekt einbinden, bei dem die Fäden für "Heimatperspektiven II" zusammenlaufen. "Wir wollen am 4. Dezember Leute versammeln, die Ideen haben, wie die Schaufenster geschmückt werden können. Vielleicht hat ja auch die eine oder andere Schulklasse Lust darauf", hofft der Projektleiter.

Die Stendaler schmücken ansonsten schmucklose Schaufester ihrer Stadt, so das grobe Konzept, das nicht nur auf den nördlichen Teil der Breiten Straße begrenzt bleiben muss. Betätigungsfelder fänden sich auch am anderen Ende der Stendaler Einkaufsmeile. Ob es auch dort ein bürgerschaftlich-vorweihnachtliches Schaufensterdekorieren geben wird, ist noch offen, ebenso wie ein konkretes Konzept für die Aktion, das den Besitzern der in Frage kommenden Häuser vorgelegt werden soll. Ein solches vorausgesetzt, haben einige von ihnen bereits ihr Einverständnis gegeben. Diesen Part der Vorbereitungen haben Maria Wendt und Nicole Laupsien erledigt.

Möglichkeit, sich in der und für die Stadt zu engagieren

Über alles Weitere wird am 4. Dezember zu reden sein, wenn David Lenard, die beiden Mit-Initiatorinnen aus dem Stendaler Rathaus und möglichst viele Stendaler beim Bürger-Dinner besprechen, wie sie einem weiteren Stück leer stehender Heimat Leben einhauchen. Soviel steht heute schon fest: Das zweite Mitmach-Projekt von "Heimatperspektiven" muss und soll nicht das letzte gewesen sein. David Lenard ist für jede weitere Idee offen. Einzige Voraussetzung: Sie muss Stendalern die Möglichkeit geben, sich für ihre Stadt, für ein Stück Heimat in ihr zu engagieren.