Seit gestern Nachmittag ist die Kreisstraße 1070 wieder für den Straßenverkehr freigegeben. Nach knapp dreimonatiger Bauzeit rollt der Verkehr zwischen Arneburg und dem IGPA wieder. Spurrinnen auf der Fahrbahn wurden beseitigt

Arneburg l Seit dem frühen Freitagnachmittag rollt der Verkehr auf der Zubringerstraße zum Industrie- und Gewerbepark Altmark (IGPA) bei Arneburg, Kreisstraße K1070, wieder. Nachdem um 11 Uhr Landrat Carsten Wulfänger mit dem Durchschneiden des Bandes offiziell die Straße freigegeben hatte, räumten Mitarbeiter der Kreisstraßenmeisterei die Absperrungen und Ampeln beiseite. Die Straße zwischen dem Abzweig Groß Ellingen und dem Beginn des IGPA ist wieder in beiden Richtungen befahrbar.

"Es ist schön, dass wir heute eine sanierte Straße wieder öffnen können, vor allem, weil diese zu einem wichtigen Industriestandort der Region führt", erklärte der Landrat. Wie er erläuterte, unterstehen dem Landkreis insgesamt 474 Kilometer Kreisstraße mit acht Brücken. Darunter gebe es einige Brennpunkte, etwa Straßen, die tiefe Spurrinnen aufweisen und dringend der Sanierung bedürfen.

So war es auch bei der K1070. Sie wurde einst als Zufahrtsstraße zur damaligen Baustelle des Kernkraftwerkes gebaut. Da der Unterbau damals nicht besonders stark ausgerichtet wurde und mittlerweile dort täglich zum Zellstoffwerk im IGPA und zu den anderen dort ansässigen Unternehmen innerhalb von 24 Stunden mehr als 600 Fahrzeuge des Schwerlastverkehrs unterwegs sind, entstanden Spurrinnen von bis zu vier Zentimetern Tiefe. Bei Nässe galt daher das Tempolimit 70 Stundenkilometer.

"Es ist schön, dass wir eine sanierte Straße öffnen, vor allem weil sie zu einem wichtigen Industriestandort führt"

Carsten Wulfänger, Landrat

Mit Fräsmaschinen wurde ab dem 21. Juli den Spurrinnen zu Leibe gerückt. Dazu wurde die Straße halbseitig gesperrt. Gebaut wurde auf einer Länge von 2,1 Kilometern und auf einer Straßenbreite von 7,50 Metern. Rund 4500 Kubikmeter Straßenbelag und Boden wurden abgetragen. Außerdem waren rund 6300 Quadratmeter Bankett herzurichten und 18 700 Quadratmeter Asphalt zu fräsen. Eine neue Asphaltschicht wurde erstellt und ein Entwässerungskanal gelegt. Der neue Straßenaufbau besteht aus Splittmastixasphalt, Asphaltbinder, Asphalttragschicht sowie einer Frostschutzschicht. Wegen schlechtem Baugrund musste teilweise der Boden ausgetauscht werden, teilte das Landratsamt mit. Entlang der erneuerten Fahrbahn wurden die Straßengräben neu profiliert und Bankette hergerichtet.

Die Maßnahme wird über das Entflechtungsgesetz gefördert. Der Landkreis erhält somit einen Zuschuss von 80 Prozent. Weiterhin bekommt der Landkreis zur Erbringung des Eigenanteils vom Land eine Zuwendung gemäß des Finanzausgleichsgesetztes in Höhe von 20 Prozent der förderfähigen Kosten. Die nicht förderfähigen Kosten hat der Landkreis selbst zu tragen, in diesem Fall sind es 2,28 Prozent der Gesamtausgaben. Die Gesamtausgaben belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro.

Wulfänger dankt den Anwohnern, die während der zurückliegenden drei Monate den umgeleiteteten Verkehr durch ihre Ortschaften duldeten. Er dankt auch der Stendaler Baufirma, die das Vorhaben zügig umsetzte. So konnte gestern die Kreisstraße schon eine Woche vor dem ursprünglich festgesetzten Termin der Fertigstellung für den Straßenverkehr freigegeben werden.

Komplett saniert ist die K1070 aber noch nicht. Angedacht ist, dass die Baumaßnahme ab 2016 auf einer Länge von 1,5 Kilometern bis zum IGPA fortgeführt wird.

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