"Sei ein Stück Altmark" Unter diesem Motto startete am Sonnabend auf dem Wahrburger Sportplatz eine Aktion, mit der 86 große und kleine Altmärker Heimatverbundenheit demonstrierten. Nachmachen ist erlaubt.

Wahrburg l Das Areal des Wahrburger TuS-Sportplatzes ist groß. Groß genug zumindest, um es auf den ersten Blick so aussehen zu lassen, als wäre der Aufruf der Wahrburger Sportler und des Stendaler Medienbüros VEB-Bild - Sei ein Stück Altmark - ins Leere gegangen. Nur hier und da ein Grüppchen von Leuten, die noch nicht den Eindruck machen, als würden sie sich zu einem Stück Altmark fügen wollen.

"Das kriegen wir schon hin", ist vom Spielfeldrand zu hören. Der Mann, der das mit ruhiger Stimme und im Brustton der Überzeugung sagt, ist TuS-Präsident Marco Friedrich. Er soll recht behalten. Exakt mit dem elften Stundenschlag der Wahrburger Kirchturmuhr ändert sich das Bild auf dem Sportplatz.

"Kommt ihr mit rauf? Na klar doch. Wir brauchen jeden."

Marco Friedrich, TuS-Präsident

Die Truppe, die sich mitten auf dem Fußballrasen versammelt, zählt rund 50 Köpfe. Männer, Frauen und Kinder jeden Alters. In der Mehrheit TuS-Mitglieder, aber nicht nur. Jetzt werden auch die Fans der Sportler und vermeintliche Zuschauer zu Akteuren. "Kommt ihr mit rauf?" TuS-Präsident Friedrich wartet die Antwort der Gäste gar nicht erst ab. "Na klar doch", sagt er und mit einem aufmunternden Winken: "Wir brauchen jeden."

So wächst das "Stück Altmark" kontinuierlich. Keine fünf Minuten später sind Altmärker aus Wahrburg, Stendal, Nahrstedt, Gardelegen und Klädener Fußballer - auch gekommen, um am frühen Nachmittag im Kreisliga-Duell Wahrburg II gegen Klädener SV anzutreten - bereit, um einen Rekord aufzustellen. Bildlich gesprochen wird es der Hut sein, den die TuS- und Medienbüro-Altmärker für jeden anderen Verein in der Altmark in den Ring werfen. Doch zu dieser Herausforderung mehr an hinterer Stelle.

Zurück zum Thema - zum Bild, das sich menschengesteuert zu entwickeln beginnt. Dazu braucht es lediglich einige Pylone. Die gelben Kegel markieren die Eckpunkte eines überdimensionalen Buch- stabens A. An den zwischen diesen Punkten gedachten Linien entlang stellen sich die Männer, Frauen, Mädchen und Jungen auf, streifen weiße Trikot oder T-Shirts über. Währenddessen schraubt sich eine Hebebühne nach oben.

"Das war eine geile Aktion. Wer sie nachmachen möchte - immer ran."

Der am 15 Meter hohen Gestänge schwankende Korb ist mit einem der Initiatoren dieser Aktion besetzt. Dirk Andres vom Medienbüro VEB-Bild ist ab diesem Moment der Mann mit dem besten Überblick: "Der linke Schenkel mehr zur Mitte. Jetzt die Spitze noch länger. Und der Punkt muss noch zwei Schritte nach rechts." Thomas Butzek, zweiter Mann im Organisatoren-Team, dirigiert die Masse zentimeterweise bis aus luftiger Höhe ein "Gut, passt so", zu hören ist.

Geht`s jetzt los", will einer der TuS-Nachwuchs-Sportler wissen, den Blick gebannt auf die noch am Boden stehende Foto-Drone geheftet. Das Surren der sechs Propeller beantwortet seine Frage. Dutzende Augenpaare, fast alle hinter grünen Altmark-Brillen verborgen, folgen dem Senkrechtstarter, der plötzlich an den Himmel getackert scheint. "Jetzt alle winken", fordert Butzek. Sein weiß gewandetes Ensemble tut es. "Prima, das war`s." Als das Fluggerät wieder gelandet ist, ein erster Blick aufs Resultat des alles in allem halbstündigen Treibens auf dem Wahrburger Sportplatz. Das Foto zeigt ein weißes A auf grünem Grund, dem Logo der Werbekampagne "Altmark - Grüne Wiese mit Zukunft" recht ähnlich.

"Sei ein Stück Altmark" hatten die Organisatoren ihre mit dem Regionalmarketing Altmark abgestimmte Aktion überschrieben. 86 Wahrburger und Gäste wurden zu einem Stück Altmark. TuS-Präsident Marco Friedrich: "Ich bin sehr zufrieden. Das war eine richtig geile Aktion. Wer es nachmachen möchte - immer ran. Je mehr Leute, umso größer wird das A."

Am Rande bemerkt: Die TuS-Fußballer bewiesen sich auch im Anschluss als tolle Mannschaft und besiegten die Kicker vom SV Kläden mit 4:3. Ein rundum gelungener Tag.

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